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Wiltz: Tausende bei Fatima-Wallfahrt
Lokales 25 30.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Wiltz: Tausende bei Fatima-Wallfahrt

Vor das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Fatima wurden am Donnerstag erneut die Anliegen zahlloser Pilger vorgebracht.

Wiltz: Tausende bei Fatima-Wallfahrt

Vor das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Fatima wurden am Donnerstag erneut die Anliegen zahlloser Pilger vorgebracht.
Foto: Lex Kleren
Lokales 25 30.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Wiltz: Tausende bei Fatima-Wallfahrt

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Zur Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Fatima zog es am Donnerstag erneut Abertausende nach Wiltz. Im Glauben, aber auch in Geselligkeit vereint.

„Ich bin heute eigens mit meinem zwei Monate alten Baby hergekommen, um es Maria anzuvertrauen“, sagt Tanja, während die junge Mutter aus Junglinster am Fuße des mit Blumen umringten Gnadenbildes eine Kerze entzündet. „Sie soll es behüten,damit ihm ein glückliches und gesundes Leben geschenkt sei.“ Es ist nur eines von unzähligen Anliegen, die am Donnerstag zur 52. Fatima-Wallfahrt in Wiltz an die heilige Jungfrau herangetragen wurden.

„Glieder des gleichen Leibes Jesu“

So säumten am Nachmittag erneut Abertausende Pilger die Niederwiltzer Gassen, um im traditionellen Prozessionszug mit Gesang und Gebet zum Heiligtum Unserer Lieben Frau von Fatima auf der Anhöhe op Baessent zu ziehen.

Dort hatten sich neben Dechant Martin Molitor, Generalvikar Leo Wagener und mehreren weiteren Geistlichen auch Erzbischof Jean-Claude Hollerich und der Bischof von Coimbra, Dom Virgílio do Nascimento Antunes, zur Festmesse um den prachtvoll geschmückten Altar versammelt.


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100 Jahre nach den Marienerscheinungen in Portugal pilgern am Donnerstag in Wiltz zum 50. Mal Abertausende zu Unserer Lieben Frau von Fatima. Ist die Wallfahrt auch fest in lusofoner Hand, so wurzelt sie doch tief in der Luxemburger Geschichte.

Unter dem Motto „Baptisés et envoyés“ stand dabei vor allem eine Botschaft im Mittelpunkt: Die Taufe lässt alle Gläubigen zu Brüdern und Schwestern der gesamten Menschheit werden. „Wir sind alle Glieder des gleichen Leibes Jesu“, so Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der die gerade für die portugiesischstämmige Bevölkerung so bedeutsame Fatima-Wallfahrt denn auch nutzte, um für einmal auch den vielen Bürgern mit Migrationshintergrund für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Luxemburg zu danken.

Gemeinschaftsgeist allenthalben

Hochgehalten wurde der Gemeinschaftssinn am Donnerstag allerdings nicht nur am Altar, sondern auch an vielen Ess- und Campingtischen entlang der Straßen rund um Wiltz, wo sich einmal mehr zahllose Familien und Freunde niedergelassen hatten, um bei Gegrilltem und Musik einige gesellige Stunden miteinander zu verbringen. Vereint wie Brüder und Schwestern im Geiste.


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