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Wi-Fi-Hotspots erkennen Besucherzahlen in der Hauptstadt
Lokales 2 Min. 16.06.2021
Wieder mehr Menschen unterwegs

Wi-Fi-Hotspots erkennen Besucherzahlen in der Hauptstadt

Im Rahmen des 2017 ins Leben gerufenen Projekts zählt die Stadt Luxemburg mithilfe der Wi-Fi-Hotspots die Besucherzahlen.
Wieder mehr Menschen unterwegs

Wi-Fi-Hotspots erkennen Besucherzahlen in der Hauptstadt

Im Rahmen des 2017 ins Leben gerufenen Projekts zählt die Stadt Luxemburg mithilfe der Wi-Fi-Hotspots die Besucherzahlen.
Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 16.06.2021
Wieder mehr Menschen unterwegs

Wi-Fi-Hotspots erkennen Besucherzahlen in der Hauptstadt

Nora WEIS
Nora WEIS
Mit dem Media Access Control System zählt die Stadt Luxemburg, wie viele Personen jeden Tag in den Straßen unterwegs sind.

„Wir wollen auswerten, wie viele Besucher bei Veranstaltungen, wie Konzerten oder Ausstellungen, in der Stadt unterwegs sind oder wie zum Beispiel Baustellen, den Bewegungsfluss der Stadtbesucher verändern“, erklärte Serge Wilmes, erster Schöffe der Stadt Luxemburg, während der monatlichen Informationsveranstaltung City Breakfast am Mittwoch. So können beispielsweise Verkehrsbestimmungen gegebenenfalls angepasst werden. 2017 hatte die Stadt Luxemburg ein Projekt eingeführt, um die Besucherzahlen in den Straßen zu zählen, und „mit Fakten auf die Beschwerden des Geschäftsverbands zu reagieren, die darin bestand, die Straßen seien viel weniger besucht“, erläuterte Serge Wilmes. Man wolle mit dem Projekt belegen, wie viele Menschen sich im Verhältnis zu der Zahl der Geschäfte, Restaurants und Cafés in der Stadt bewegen. 


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Smartphones und Wi-Fi-Geräte

Die Erhebung wird mithilfe der 800 Wi-Fi-Antennen, die in der Hauptstadt aufgestellt sind, durchgeführt. In einem ersten Schritt wurden die Beobachtungen in der Oberstadt und im Bahnhofsviertel gemacht und werden auf Glacis, sowie in den Vierteln Kirchberg, Bonneweg, Limpertsberg, Merl/Belair und Ban de Gasperich weitergeführt. Mit einem Media Access Control System wird gezählt, wie viele Smartphones, sich auf eine öffentliche Verbindung einschalten oder von dieser erkannt werden. Hat eine Person zwei Smartphones in der Tasche, oder sonstige Geräte mit eingeschaltetem Wi-Fi, wird diese doppelt oder je nach Anzahl der mitgeführten Geräte, gezählt. Diese Mehrfachzählungen seien schwierig zu bereinigen, da die Daten nicht personenbezogen sind, so Serge Wilmes. Umgekehrt, werden Personen die kein Smart-Gerät dabei haben, nicht gezählt. 

Keine personenbezogenen Daten

Die Handynummer bleibt also anonym und wird keinem Besitzer zugeschrieben. Außerdem würden die Daten innerhalb von 24 Stunden wieder gelöscht. Die Zählung sei juristisch strikt mit dem Datenschutzgesetz DSGVO-konform, so Serge Wilmes weiter. Die Daten werden auf den hauseigenen Servern der Stadt Luxemburg gespeichert und nicht an externe Server oder Dienste weitergeleitet. Sie werden zusätzlich zerstückelt, um die Anonymisierung zu garantieren.

Starker Rückgang während Pandemie

Erkennbar sei, dass 80 Prozent weniger Personen bei der ersten Pandemie-Welle in der Hauptstadt unterwegs waren. Waren es Anfang März 2020 noch um die 140.000 Besucher, ist die Zahl nach Ausbruch der Pandemie auf knapp 20.000 im April 2020 geschrumpft. Während der zweiten Welle im zweiten Halbjahr 2020 sind die Besucherzahlen zwischen 100.000 und 120.000 Besuchern am Tag geschwankt. Seit der Lockerung der Einschränkungen und der breiten Öffnung von Geschäften, Restaurants und Cafés im Mai diesen Jahres habe die Besucherzahl wieder stark zugenommen. Sie lagen am Samstag, 29. Mai bei 72.000 Besuchern. Aus den Zahlen geht klar hervor, dass samstags, und natürlich bei gutem Wetter, die meisten Besucher in Luxemburg-Stadt unterwegs sind.


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In der Rue Notre-Dame konnte außerdem festgestellt werden, dass entgegen der Befürchtungen der Restaurant- und Café-Betreiber, sowie der Geschäfte, der Besucherfluss gestiegen ist. Hier mussten Parkplätze nämlich Terrassen weichen. Die positiven Auswirkungen dieser Veränderung bestätigen auch die Café- und Restaurant-Betreiber, sowie ein Friseursalon auf Anfrage des Luxemburger Wort. Nur eines habe sich nicht verändert, nämlich die vielen Autos, inklusive Lärm und Abgase, die weiterhin durch die Rue Notre-Dame fahren und nach Parkmöglichkeiten suchen. 

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