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Wie eine Tischdecke für Herzrasen sorgt
Lokales 29.11.2022
Weihnachtsgazettchen

Wie eine Tischdecke für Herzrasen sorgt

Weihnachtsgazettchen

Wie eine Tischdecke für Herzrasen sorgt

Lokales 29.11.2022
Weihnachtsgazettchen

Wie eine Tischdecke für Herzrasen sorgt

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen rund um Weihnachten. Heute geht es um die Weihnachtsdekoration.

Jedes Jahr Ende November überkommt es mich, jenes Kribbeln, das ich nur in der Adventszeit verspüre. Es ist die Zeit, in der ich eine gewisse Dekorationswut entwickle. Schließlich kommt erst durch Lichterketten, Sterne, Kerzen und Tannenzweige in die richtige vorweihnachtliche Stimmung. 

So werden kurz vor dem ersten Advent die staubigen Kisten aus dem Keller hervorgekramt und die Dekoration im gesamten Haus verteilt – dezent, aber dennoch so, dass, wie die Dänen es ausdrücken würden, ein „hyggeliges“ Gefühl entsteht. Produkte aus Naturmaterialien oder auch selbst gebastelte Kreationen sind perfekt dafür. Auf Kitsch kann ich indes sehr gut verzichten und werde schon beim Anblick von bunt leuchtenden Lichtern oder zu viel Mustern nervös

Allein beim Schreiben dieser Zeilen bekomme ich Gänsehaut.

Meine Familie ist sich dessen durchaus bewusst, macht sich jedoch jedes Jahr einen Spaß daraus, mich zu provozieren. Nachdem ich einige solcher Grässlichkeiten bereits eliminiert habe und andere im tiefsten Winkel unserer Kellers lagern, war ich guter Hoffnung, dass nichts mein gut überlegtes Innendesign zerstören könnte. Eine Hoffnung, die am Samstag jäh zerstört wurde. 


Gazettchen, die tägliche Kolumne des Luxemburger Wort
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags.

Als ich nach Hause kam, lag sie da, diese bunt gemusterte, mit Nikoläusen in Heißluftballons, auf Rentieren und mit Geschenken übersäte Tischdecke. Ich starrte das hässliche Teil, das meinem schön gestalteten Teller die Show stahl, fassungslos an. Herzrasen und Schnappatmung folgten. Man könnte glauben, dass man sich mit der Zeit daran gewöhnt. Dem ist aber nicht so; es wird definitiv nicht besser. Allein beim Schreiben dieser Zeilen bekomme ich Gänsehaut. 

Wer mich also vergraulen will, weiß, wie er dies in Zukunft ohne große Worte tun kann. 

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