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Wetterbilanz: Verregneter Oktober
Lokales 4 Min. 05.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz: Verregneter Oktober

Regenschirm- und Schutz waren im Oktober oft ein Muss.

Wetterbilanz: Verregneter Oktober

Regenschirm- und Schutz waren im Oktober oft ein Muss.
Foto: Anouk Antony
Lokales 4 Min. 05.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz: Verregneter Oktober

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Im vergangenen Monat regnete es deutlich mehr, als dies zu erwarten gewesen wäre. Zudem war es milder und weniger sonnig als üblich.

Im vergangenen Jahr wusste der Oktober mit viel Sonnenscheinstunden und angenehmen Temperaturen zu überzeugen und lud so zu ausgiebigen Spaziergängen in der Natur ein. In diesem Jahr war im Oktober kaum etwas von einem goldenen Herbst zu sehen. Das Wetter lud vielmehr dazu ein, es sich drinnen gemütlich zu machen.

Wie der Monatsbilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux für Oktober zu entnehmen ist, dominierten in den vergangenen Wochen Wolken und Regen. Insgesamt wurden an der Wetterstation in Findel 129,8 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, aufgeteilt auf 18 Tage. Insbesondere die zwei ersten Drittel des Monats fielen dabei nass aus: Nur an drei der ersten 20 Oktobertage war kein Regen zu vermelden.

Am 20. Oktober fielen an der Wetterstation in Findel gar 35,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Auf diese ausgiebigen Regenfälle reagierte auch der Service de Prévention des Crues. Wie die Abteilung des Wasserwirtschaftsamtes damals meldete, sei man in Hochwasserbereitschaft. Besonders die Alzette, die Sauer, die Korn und die Syr bereiteten Sorgen. Der Alarm war allerdings nur von kurzer Dauer, denn in den letzten zehn Tagen des Monats blieb es – mit einer Ausnahme – trocken.

Aufatmen für die Natur

Dennoch liegen die Gesamtregenmengen im Oktober 2019 deutlich über dem langjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Zu erwarten wären nämlich 86,9 Liter pro Quadratmeter gewesen, also nur rund zwei Drittel jener Menge, die effektiv gemessen wurde. Verteilt sich der Niederschlag in der Regel auf 15,4 Tage, so waren es deren in diesem Jahr 18.

Das graue und nasse Wetter mag bei so manchem einen Herbstblues ausgelöst haben. Nicht aber bei der Natur. Für Flora und Fauna war der Regen nämlich wichtig, insbesondere da die zuletzt anhaltende Trockenheit ihnen arg zusetzte.

Blickt man etwas genauer in die Statistiken, so fällt auf, dass der Oktober 2019 erst der zweite Monat in diesem Jahr ist, in dem an der Wetterstation in Findel mehr Niederschlag gemessen wurde, als im langjährigen Schnitt. Zuletzt war dies im März der Fall. Damals wurden mit 86,8 Litern pro Quadratmeter allerdings nur geringfügig höhere Mengen als im Mittel (69,2) verzeichnet.

Zehn Tage ohne Sonnenschein

Einher mit dem vielen Regen gingen im vergangenen Monat relativ wenige Sonnenscheinstunden. In Findel wurden deren an den 31 Oktobertagen insgesamt 90 gemessen. Zu erwarten wären 105,8 gewesen. Vergleicht man den vergangenen Oktober mit jenem aus dem Jahr 2018 (172,6 Stunden), so hat sich die Anzahl der Sonnenscheinstunden fast halbiert.

Auffallend ist zudem, dass an zehn Tagen gar keine Sonne zu sehen war. Normalerweise ist dies nur an 7,3 Oktobertagen der Fall. Zwischen dem 5. und 8. Oktober schaffte es die Sonne gar an vier aufeinanderfolgenden Tagen nicht, sich gegen die Wolken durchzusetzen.

Die meisten Sonnenstunden (8,9) wurden am 14. Oktober gemessen, gefolgt vom 31. (8,2) und 13. (7,2) Tag des Monats.

Milde Temperaturen

Doch auch wenn der vergangene Monat recht grau ausfiel, so war der Oktober dennoch etwas milder als im langjährigen Mittel. Sind für Oktober im Schnitt 9,5 Grad Celsius üblich, so waren es deren in diesem Jahr 10,9. Am wärmsten war es am 13. Oktober mit maximalen 23,1 Grad Celsius in Findel. Es war einer von zwei Tagen, an dem Werte über 20 Grad Celsius registriert wurden. Im Vorjahr hatte er noch zehn solche Tage gegeben.

An den meisten Tagen pendelten sich die Maximaltemperaturen im vergangenen Monat im Bereich um 15 Grad Celsius ein. Lediglich an den letzten vier Tagen wurde die Zehn-Grad-Grenze nicht mehr übertroffen.

An der Wetterstation in Findel fielen die Temperaturen wohl nicht unter den Gefrierpunkt. Allerdings wurde am letzten Tag des Monats ein Minimalwert von 0,9 Grad gemessen. In anderen Teilen des Landes weichen die Temperaturen leicht ab. So sind dem agrarmeteorologischen Messnetz zum Monatsende im Norden des Landes bereits Minustemperaturen zu entnehmen. Im vergangenen Jahr war es Ende Oktober bereits zu ersten Schneefällen bekommen. Diese waren für diesen Zeitpunkt äußerst ungewöhnlich und blieben in diesem Jahr denn auch aus.

Gewitter gab es im Oktober 2019 keine. Nebel war in Findel unterdessen an neun Tagen zu sehen, dies insgesamt an 24,4 Stunden – weniger als im Schnitt.


Lokales,Beginn der Traubenlese an der Mosel, Domaine Henri Ruppert,Schengen. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
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Zwischenzeitliche Besserung

Auch der November zeigte sich bisher recht nass. Am Dienstag ist wohl noch mit Wolken und vereinzelten Regenschauern zu rechnen, am Mittwoch soll es jedoch größtenteils trocken bleiben. Am Donnerstag ist unterdessen wieder mit stärkeren Regenfällen zu rechnen, bevor es zum Wochenende hin gar zu vereinzelten Aufklärungen kommen könnte.

Wer sich im Freien aufhält, sollte allerdings nicht auf warme Kleidung verzichten. Sind für Dienstag noch maximale zehn Grad Celsius gemeldet, so wird das Thermometer am Wochenende wohl nicht über die Sechs-Grad-Marke steigen.

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