Wetterbilanz

Im November reichte noch die Übergangsjacke

Der Herbst verabschiedet sich. Mit dem 1. Dezember hat der meteorologische Winter begonnen.
Der Herbst verabschiedet sich. Mit dem 1. Dezember hat der meteorologische Winter begonnen.
Foto: Lex Kleren

(dho) - Draußen wird es kalt, ab und an rieselt Schnee vom Himmel und dunkel ist es auch die meiste Zeit. Der meteorologische Winter hat begonnen und manch einer stellt sich jetzt schon die Frage: „Wann war es eigentlich das letzte Mal mild draußen?“ Allzu lange ist das aber noch nicht her. Am 4. November nämlich herrschten noch Temperaturen von 14,9 Grad. Das sind 9,7 Grad mehr als laut langjährigem Durchschnitt* für den Monat zu erwarten war. Dieser liegt bei 4,7 Grad. 

Einen weitaus besseren „goldenen Herbsttag“ gab es im November vor sechs Jahren. Mit leichtem Pullover konnten die Menschen damals ihren Kaffee auf der Terrasse genießen. An der Wetterstation in Findel wurden 18,4 Grad gemessen.

Ein gewöhnlicher November

Insgesamt lagen im vergangenen Monat die Temperaturen mit durchschnittlich 4,9 Grad nur leicht über dem langjährigen Novemberschnitt. Dafür sorgten auch einige frostige Tage. Geschneit hat es aber nur sehr wenig – an zwei Tagen. Gerechnet wurde, orientiert man sich am Durchschnitt, mit 7,3 Schneetagen. Zum Schlittenfahren reichte es dieses Jahr dennoch nicht. 1985 aber ganz bestimmt. In dem Jahr liegt nämlich der Novemberrekord für die dickste Schneedecke mit satten 16 Zentimetern.

Am 18. November wurden Tiefsttemperaturen von Minus 1,5 Grad in der Luft gemessen. An zehn Tagen kam es zu Bodenfrost, mit einer Temperatur von maximal Minus 2,5 Grad am Boden. Wem das jetzt kalt vorkommt, der erinnert sich wohl nicht mehr an 1998. Damals fiel das Thermometer im November auf Minus 11,1 Grad. Das macht somit einen Temperaturunterschied von 29,5 Grad zwischen dem Rekordnovember 2011 (mit 18,4 Grad) und dem November 1998.

Die Temperaturen waren insgesamt passabel, von den Sonnenstunden hätten es aber einige mehr sein können. Mit 45 Stunden war der November etwas zu arm an Sonnenschein. Der erwartete Monatssold liegt eigentlich bei 54 Stunden. An elf Tagen gab es sogar keine Sonneneinstrahlung, was drei Tage mehr sind als im Schnitt. Doch der Herbst lag mit 313 Sonnenstunden nahe am langjährigen Mittelwert. Statistisch waren 322 Sonnenstunden zu erwarten.

Doch nicht nur die Sonne hatte einige Schwierigkeiten, sich in den immer kürzer werdenden Tagen durchzusetzen. Keine idealen Voraussetzungen gab es auch – zum Gefallen vieler - für Nebelbildung. So gab es an 11 Tagen 66 Stunden Nebel. Auch wenn das viel erscheinen mag: Die Menschen im Jahr 1978 hätten wohl gerne getauscht. Ganze 319 Nebelstunden mussten sie damals im November hinnehmen.

Verregnete Tage

An 20 Tagen fiel vergangenen Monat Niederschlag vom Himmel. Hagel oder Gewitter hatte der November nicht im Angebot. Insgesamt kam mit 95,6 Litern Regen mehr Wasser runter als erwartet. Der Mittelwert liegt bei 76 Litern. Die heftigsten Regenfälle hatte es im November 2009 gegeben, mit 153,1 Litern pro Quadratmeter. Für Rekorde sorgte aber auch der November 2016. Hier sind innerhalb von nur einer Stunde 9,9 Liter Wasser pro Quadratmeter in Findel runtergekommen. In diesem Jahr lag der Rekord bei 4,5 Litern pro Quadratmeter und Stunde.