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Wetterbilanz des Sommers: 32 Sommertage und drei Tropennächte
Lokales 2 Min. 05.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Sommers: 32 Sommertage und drei Tropennächte

Die Sonne schien im Sommer 2017 mehr als zu erwarten war. In den Genuss davon kamen auch die Besucher des „Food for your Senses“-Festivals.

Wetterbilanz des Sommers: 32 Sommertage und drei Tropennächte

Die Sonne schien im Sommer 2017 mehr als zu erwarten war. In den Genuss davon kamen auch die Besucher des „Food for your Senses“-Festivals.
Foto: Julie Gatto
Lokales 2 Min. 05.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Sommers: 32 Sommertage und drei Tropennächte

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Warm, sonnig, trocken: So lässt sich der Sommer 2017 auf den Punkt bringen – zumindest aus meteorologischer Sicht. Ein Jahrhundertsommer war es nicht, dennoch war das Wetter etwas besser, als dies zu erwarten war.

(SH) - Nur Regen, Wolken und Kühle? Von wegen! Der Sommer 2017 zeigte sich zumindest wettertechnisch von seiner besten Seite. So war es zwischen Juni und August – dem Zeitraum des meteorologischen Sommers – wärmer, sonniger und trockener als dies zu erwarten war.

Im Durchschnitt wurden an der Station des staatlichen Wetterdienstes Meteolux in Findel 18,8 Grad Celsius gemessen. Dies sind deren 1,5 mehr als im langjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Besonders hervorzuheben ist der Juni. Nicht nur war es am 22. Juni mit maximalen 35,4 Grad Celsius so heiß wie noch nie zuvor an einem Junitag, der Monat reiht sich auch auf Rang drei der wärmsten Junimonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 ein.

Insgesamt wurden in drei Monaten 32 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad Celsius gemessen. Dies sind deren vier mehr als in einem durchschnittlichen Sommer. Heiße Tage, an denen die 30-Grad-Marke überschritten wurde, gab es sechs (langjähriger Schnitt: vier) zudem wurde ein sehr heißer Tag mit Temperaturen über 35 Grad vermerkt.

Auch nachts kühlte es nicht immer ab. Drei Tropennächte, in denen die Minimaltemperaturen nicht unter 20 Grad Celsius fielen, meldet Meteolux aus den vergangenen drei Monaten.

Zu wenig Sonne im August

Angesichts dieser Temperaturen ist es kaum ein Wunder, dass sich auch die Sonne öfters als üblich zeigte. An der Wetterstation in Findel wurden in diesem Sommer 729,5 Sonnenscheinstunden gemessen. Der langjährige Schnitt liegt bei 708 Stunden.

Dabei war es insbesondere im Juni sonniger, als dies zu erwarten war. Im Juli lagen die Werte in etwa im Normalbereich. Der August zählte mit 192,3 Sonnenstunden deren hingegen fast 40 weniger als die 230,8 Stunden des langjährigen Solls.

Geregnet hat es zwischen dem 1. Juni und dem 31. August an 38 Tagen (langjähriger Schnitt: 40). Dabei fielen in Findel insgesamt 221,2 Liter pro Quadratmeter. Dies sind rund fünf Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Während der Juni (53,9 Liter pro Quadratmeter) und der August (48,5) relativ niederschlagsarm waren, zeigte sich der Juli mit 118,8 Litern pro Quadratmeter äußerst regnerisch. Der meiste Niederschlag fiel mit 33,8 Litern am 31. Juli.

Zudem ereigneten sich in diesem Sommer 15 Gewittertage. Dies entspricht in etwa dem Durchschnitt. Bemerkenswert ist zudem das Sturmtief, das am 6. Juni auftrat. An diesem Tag wurden in Findel Böen von bis zu 77,8 Kilometer in der Stunde gemessen.

Trübe Aussichten

Für die Wetterexperten ist der Sommer seit vergangenem Freitag beendet. Aus astronomischer oder kalendarischer Sicht dauert er jedoch noch bis zur Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, die in diesem Jahr am 22. September erfolgt.

Das Wetter wird in den kommenden Tagen jedoch bereits auf den Herbst einstimmen. In den kommenden Tagen sind immer wieder einzelne Regenschauer möglich und die Temperaturen werden die 20-Grad-Celsius-Marke kaum noch überschreiten. Zudem ist am Mittwoch und Freitag mit heftigeren Windböen zu rechnen.

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