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Wetterbilanz des Monats Juni: So heiß wie nie zuvor
Lokales 2 Min. 04.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Monats Juni: So heiß wie nie zuvor

Der Natur macht die Trockenheit zu schaffen.

Wetterbilanz des Monats Juni: So heiß wie nie zuvor

Der Natur macht die Trockenheit zu schaffen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 04.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Monats Juni: So heiß wie nie zuvor

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Heiß, trocken und sonnig war der Juni dieses Jahres. Die 35,4 Grad Celsius, die am 22. an der Wetterstation in Findel gemessen wurden, stellen einen neuen Rekord dar. So warm war es bisher noch nie an einem Junitag.

(SH) - So manchen brachten Temperaturen weit über 30 Grad Celsius in den vergangenen Wochen arg ins Schwitzen. Kein Wunder, denn so warm wie im Juni dieses Jahres war es noch nie zuvor. 35,4 Grad Celsius wurden an der Wetterstation in Findel am Vortag des Nationalfeiertags gemessen – ein Wert, der als wärmster Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 in die Geschichtsbücher eingeht. Bisher war der 27. Juni 1947 mit seinen 34,3 Grad – über ein Grad weniger als in diesem Jahr – Rekordhalter.

Auch im Mai dieses Jahres war es bereits besonders heiß. Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen waren damals neue Hitzerekorde aufgestellt worden. Am 28. Mai war es 31,5 Grad warm, ein Tag später gar 31,6.

Zum Vergleich: Die wärmsten Tage, die je vom staatlichen Wetterdienst Meteolux in Findel gemessen worden waren, waren der 8. und 12. August 2003 mit jeweils 37,9 Grad.

Die Durchschnittstemperatur betrug unterdessen im Juni dieses Jahres 19,1 Grad. Dies sind 3,2 Grad mehr als im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Am kühlsten war es am 7. Juni mit lediglich 7,6 Grad Celsius.

Sonne satt

Der vergangene Monat zeigte sich allerdings nicht nur besonders warm, er war auch überdurchschnittlich sonnig. Wie der Bilanz von Meteolux zu entnehmen ist, zeigte sich die Sonne im Juni an insgesamt 286,8 Stunden. Dies sind deren fast 60 mehr als zu erwarten waren. Rechnet man um, kommt man auf ein Plus von zwei Sonnenstunden pro Tag.

Tage, an denen sich die Sonne gar nicht blicken ließ, gab es unterdessen keine. Auch Nebel wurde keiner verzeichnet. Dem langjährigen Schnitt zufolge sind im Juni 5,3 Stunden Nebel zu erwarten.

Der Natur und der Landwirtschaft machte das Sommerwetter unterdessen weiter zu schaffen. Denn wie bereits in den Monaten zuvor, war es auch im Juni viel zu trocken. 52 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind deren erneut fast 30 weniger als im langjährigen Mittel.

Der Regen verteilte sich auf insgesamt zehn Tage. Auch dies liegt deutlich unter dem Durchschnitt von 14 Regentagen. Gewitter gab es unterdessen mehr als im langjährigen Schnitt. Die elf Unwetter verteilten sich auf sechs Tage.

Sommer meldet sich zurück

Nachdem sich das Wetter am vergangenen Wochenende wenig sommerlich zeigte, soll es in den kommenden Tagen wieder trockener und wärmer werden.

Laut der aktuellen Voraussagen soll am Donnerstag gar die 30-Grad-Marke wieder überschritten werden. Wolken sind kaum in Sicht. Nachts kühlt es bis auf 15 Grad ab. Ab Freitag droht dann jedoch erneut Gewittergefahr.

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