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Wetterbilanz des Monats Januar: Kalt, aber schön
Die Kälte machte es möglich: Schlittschuhlaufen auf dem See in Kockelscheuer.

Wetterbilanz des Monats Januar: Kalt, aber schön

Foto: Lex Kleren
Die Kälte machte es möglich: Schlittschuhlaufen auf dem See in Kockelscheuer.
Lokales 03.02.2017

Wetterbilanz des Monats Januar: Kalt, aber schön

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Kalt war er, der erste Monat dieses Jahres. Dies belegt die Wetterbilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux. Doch der Januar war auch überdurchschnittlich sonnig und trocken.

(SH) - Eisschollen auf der Mosel, Schlittschuhläufer auf dem zugefrorenen See in Kockelscheuer, Langläufer in den Loipen in Weiswampach. Wer dachte, ein richtiger Winter gehöre der Vergangenheit an, wurde im Januar eines Besseren belehrt. Dies bestätigt auch ein Blick in die Monatsbilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux.

So wurde im ersten Monat des Jahres an der Wetterstation in Findel eine Durchschnittstemperatur von -1,6 Grad Celsius gemessen. Dies sind 2,4 Grad weniger als im längjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Rekordverdächtig waren die Temperaturen dennoch nicht. 1963 war es durchschnittlich -6,3 Grad kalt, 2007 hingegen 4,9 Grad warm.

Gefrorener Untergrund

Der bisher kälteste Tag dieses Jahres war der 7. Januar, an dem in Findel -9,7 Grad gemessen wurden. Am wärmsten war es unterdessen zum Schluss des Monats: 6,1 Grad waren am 30. Januar zu verzeichnen.

Die niedrigen Temperaturen brachten auch mit sich, dass der Boden überaus oft gefroren war. Lediglich an drei der 31 Tage war dies nicht der Fall.

Doch der Januar war nicht nur kalt, er war auch recht sonnig und trocken. So wurden in Findel insgesamt 88,1 Sonnenstunden gemessen. Bedenkt man, dass es am 1. Januar nur etwas mehr als acht Stunden lang hell war und am 31. Januar der Tag noch keine 9,5 Stunden dauerte, lässt sich diese Bilanz durchaus sehen. Kein Wunder demnach, dass es im Januar 2017 fast 38 Sonnenstunden mehr gab, als dies im langjährigen Schnitt der Fall war.

Kaum Niederschlag

Der bisher sonnenreichste Januar wurde 1947 – im ersten Jahr der Wetteraufzeichnungen in Findel – gemessen. Damals verwöhnte die Sonne Luxemburg während 95,5 Stunden. Das andere Extrem gab es unterdessen 1990 mit lediglich 12,5 Sonnenstunden.

An 13 Tagen ließ sich die Sonne gar nicht blicken, während an 14 Tagen Niederschlag in Findel fiel. Viel war es allerdings nicht: Die 25,1 Liter pro Quadratmeter sind nicht einmal ein Drittel jenes Niederschlags, der zu erwarten war.

Ein Teil davon äußerte sich in Form von Schnee. Dieser bedeckte im Januar an 16 Tagen den Boden – etwa doppelt so lange als im langjährigen Mittel. Doch während im Norden des Landes die Schneedecke recht beeindruckend war, so war dies im Zentrum weniger der Fall. In Findel war sie am 5. Januar maximale zwei Zentimeter dick.

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