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Wetterbilanz des Januars: Nur ein kleiner Hauch von Winter
Lokales 3 Min. 06.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Januars: Nur ein kleiner Hauch von Winter

Recht ungemütlich war es Ende Januar.

Wetterbilanz des Januars: Nur ein kleiner Hauch von Winter

Recht ungemütlich war es Ende Januar.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 3 Min. 06.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Wetterbilanz des Januars: Nur ein kleiner Hauch von Winter

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Deutlich zu mild, etwas zu trocken und auch nicht sonnig genug. Das Wetter zeigte sich im Januar nur vereinzelt richtig winterlich.

Mal fast schon frühlingshaft, dann wieder grau und verregnet. Das Wetter zeigte sich im Januar von einer eher abwechslungsreichen Seite. Nur richtig winterlich war es in den vergangenen Wochen kaum.

Wie der monatlichen Bilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux zu entnehmen ist, war es alles in allem deutlich zu mild. Durchschnittlich wurden an der Station in Findel 3,6 Grad Celsius gemessen. Dies sind 2,8 Grad mehr als im langjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Einen absoluten Rekord stellt dies nicht dar. Im Januar 2007 wurden im Schnitt 4,9 Grad Celsius gemessen, und auch vor zwei Jahren war es mit 4,5 Grad überdurchschnittlich mild.

Im ersten Monat dieses Jahres stiegen die Maximaltemperaturen an fünf Tagen über die Zehn-Grad-Marke, wobei der Höchstwert mit 11,7 Grad Celsius am 15. Januar gemessen wurde. Dabei sind Temperaturen im zweistelligen Plusbereich im Januar keinesfalls eine Ausnahme. In den vergangenen zehn Jahren war dies nur zweimal – 2019 und 2017 – nicht der Fall. Der absolute Höchstwert geht unterdessen auf das Jahr 1975 zurück. Damals wurde an der Wetterstation in Findel ein Wert von 13,9 Grad Celsius registriert.

Doch auch, wenn sich die Temperaturen an vielen Tagen zu mild zeigten, so war es insbesondere nachts oft doch richtig kalt. Am 22. Januar ging das Thermometer in Findel gar auf -3 Grad Celsius zurück. An elf weiteren Tagen wurden ebenfalls Werte unter dem Gefrierpunkt gemessen. Bodenfrost wurde gar an 16 Tagen registriert. In der Regel werden im Januar an deutlich mehr Tagen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen.

Grau dominiert

Ein Auf und Ab gab es allerdings nicht nur auf dem Thermometer zu beobachten. Auch Sonne und Regen wechselten sich in den vergangenen Wochen immer wieder ab.

Insgesamt fielen an der Station in Findel 46,7 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, aufgeteilt auf 17 Tage. Das ist deutlich weniger als der Sollwert von 76,9 Litern.


Wetter, Sturm,Hagel,Hochwasser,Réiserbann,Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Regen, Hagel, Schnee und Dutzende Rettungseinsätze
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Der 27. Januar sticht in puncto Niederschlag besonders hervor. An diesem Tag regnete es während 19,8 Stunden. Dabei wurden 16,2 Liter pro Quadratmeter gemessen. Dies entspricht mehr als einem Drittel des gesamten Monatswerts. Auch am 28. Januar blieb es mit elf Litern Niederschlag und zusätzlich starken Windböen, einzelnen Gewittern und mancherorts Schnee oder Schneeregen äußerst ungemütlich. Umgefallene Bäume sorgten denn auch für so manchen Einsatz der Rettungskräfte.

Dennoch gab es im Januar längst nicht nur widrige Bedingungen. Auch wenn insgesamt 47,2 Sonnenscheinstunden deren leicht weniger als im langjährigen Schnitt (50,3) sind, so gab es durchaus freundliche Tage. Richtig frühlingshaft zeigte sich das Wetter demnach insbesondere zu Beginn der zweiten Monatshälfte. So wurden etwa am 16. und 20. Tag des Monats jeweils über sieben Sonnenscheinstunden registriert. Am 21. und 22. Januar waren es jeweils über 8,5 Stunden – zu einem Zeitpunkt, als die Tagesdauer maximal acht Stunden und 49 Minuten betrug. Allein in diesen vier Tagen wurden über zwei Drittel der gesamten Sonnenscheinstunden gemessen.

Kein Wunder demnach, dass die Sonne an allen anderen Tagen ein eher seltener Gast war. An 15 Tagen – also fast der Hälfte des Monats – schaffte sie es denn auch gar nicht durch die Wolken durch.

Dichter Nebel war im Januar alles andere als eine Seltenheit.
Dichter Nebel war im Januar alles andere als eine Seltenheit.
Foto: Sophie Hermes

Recht häufig zu sehen war unterdessen Nebel. 154,1 Stunden, aufgeteilt auf 15 Tage, wurden in Findel gezählt. Dies liegt deutlich über dem langjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Demnach wären im Januar nämlich 100,8 Stunden an 11,5 Tagen zu erwarten gewesen.

Zum Wochenende wieder Regen

In die Geschichtsbücher hat sich der Januar 2020 dennoch eingetragen. Denn durch die außergewöhnlichen Hochdruckbedingungen wurden am 20. Januar gleich zwei neue Luftdruckrekorde aufgestellt. So wurde an diesem Tag an der Wetterstation in Findel am Boden ein Luftdruck von 1 000,7 Hektopascal gemessen. Dies ist leicht mehr als im Dezember 2016 (999,3). Umgerechnet auf Meereshöhe waren dies 1 048,0 Hektopascal – auch dies ist ein neuer Höchstwert (zuvor: 1 047,2, ebenfalls von Dezember 2016).


Schleuse Grevenmacher / Foto: Volker BINGENHEIMER
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Nachdem der Februar sich zunächst äußerst verregnet gezeigt hatte, hat sich die Wetterlage in den vergangenen Stunden etwas beruhigt. Bis zum Ende dieser Woche soll es weiterhin trocken und zeitweise gar sonnig werden. Am Wochenende ist dann aber wieder verstärkt mit Wolken und Regen zu rechnen.

Die Maximaltemperaturen sollen zunächst die Acht-Grad-Marke nicht überschreiten. Nachts sind Minustemperaturen möglich. Zum Wochenende hin soll es etwas wärmer werden. 

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