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Wetter in Luxemburg: Die Hundstage sind da
Lokales 3 Min. 24.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Wetter in Luxemburg: Die Hundstage sind da

Am Donnerstag könnte das Thermometer bis zu 40 Grad anzeigen.

Wetter in Luxemburg: Die Hundstage sind da

Am Donnerstag könnte das Thermometer bis zu 40 Grad anzeigen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 3 Min. 24.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Wetter in Luxemburg: Die Hundstage sind da

Jörg TSCHÜRTZ
Jörg TSCHÜRTZ
Am Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 37 Grad – deswegen verkündete Meteolux für Mittwoch und Donnerstag einen "roten" Hitzealarm.

Nach der ersten Hitzewelle des Jahres im Juni stehen den Menschen in Luxemburg erneut schweißtreibende Tage bevor. Die sogenannten Hundstage gelten als die heißeste Phase des Sommers – und die hat es dieses Mal in sich: Am Mittwoch steigen die Temperaturen laut Angaben des staatlichen Wetterdienstes Meteolux in der Stadt Luxemburg und entlang der Mosel auf bis zu 40 Grad. Für die südliche Region des Landes wurde zwischen 13 und 22 Uhr deshalb ein roten Hitzealarm gegeben. In den restlichen Landesteilen wird es mit 32 bis 36 Grad einen Hauch "frischer", weswegen dort lediglich die Alarmstufe "Orange" gilt. 

Der heißeste Tag der Woche dürfte Donnerstag werden: 38 bis 42 Grad sagen die Meteorologen vom Findel voraus. Auch für Donnerstag rief der nationale Wetterdienst Meteolux die höchste Wetterwarnstufe "Rot" aus. "Soleil de plomb!", lautete die deutliche Warnung von Meteolux. 

40 Grad wurden an der Station in Findel übrigens noch nie gemessen. Der bisherige Allzeit-Höchstwert stammt aus dem Jahr 2003: Am 8. und 12. August dieses Jahres wurden jeweils 37,9 Grad registriert. Während der jüngsten Hitzephase im Juni wurden 34,7 Grad erreicht. 

Hitzewellen gab es schon immer, durch den Klimawandel treten sie jedoch häufiger und intensiver auf. Bis in die 1990er-Jahre wurden in Findel nur ein einziges Mal mehr als 35 Grad gemessen, seit damals häufen sich die Temperaturrekorde. Der weitere Verlauf des Sommers ist noch ungewiss – doch es ist nicht ausgeschlossen, dass 2019 als wärmstes Jahr überhaupt in die Wetterannalen eingeht und den bisherigen Spitzenreiter 2018 noch übertrumpft. Anzeichen dafür sind bereits vorhanden: Zwischen 1. Juni und 22. Juli war es in Luxemburg mit einer mittleren Temperatur von 19,1 Grad um zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel. 


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Während sich Freibadbetreiber, Eisverkäufer und Getränkehersteller freuen, müssen andere Personengruppen auf der Hut sein: Die Hitze ist mit Gesundheitsrisiken verbunden (siehe Kasten). Problematisch bleibt auch die anhaltende Trockenheit. Vom 1. Januar bis zum 22. Juni fielen nur 363,3 Liter Niederschlag pro Quadratmeter vom Himmel. Im Vergleich zum 30-jährigen Mittelwert beträgt das Regendefizit 132,5 Liter pro Quadratmeter. Im Jahr 1976, dem trockensten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, regnete es zwischen Januar und Juli sogar noch weniger (241,8 Liter). 

Wassermangel in den Flüssen und Ozonbelastung

Das Wasserwirtschaftsamt rief die Bevölkerung auf, kein Wasser aus Flüssen und Bächen zu entnehmen. Sämtliche Wasserläufe im Land führten derzeit Niedrigwasser. Durch eine zusätzliche Wasserentnahme werde das Überleben von Fauna und Flora im Wasser gefährdet, so die Behörde. Angesichts der Wettervorhersagen für die kommenden Tage sollten die Einwohner den Verbrauch von Leitungswasser auf das absolute Minimum beschränken. 


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Mit den hohen Temperaturen steigt auch die Ozonbelastung. Das Umweltministerium warnte, dass die Alarmschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter in den nächsten Tagen überschritten werden könnte. Empfindliche Personen sollten in diesem Falle das Freie so weit wie möglich meiden. Abkühlung gibt es ab Freitagnachmittag: Dann könnten Gewitter durch das Land ziehen, auch am Samstag sind Schauer möglich. Die Temperaturen sinken dann auf 25 bis 27 Grad.

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