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Wenn Unordnung in den Genen steckt
Lokales 22.11.2022
Gazettchen

Wenn Unordnung in den Genen steckt

Lokales 22.11.2022
Gazettchen

Wenn Unordnung in den Genen steckt

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um unordentliches Familienerbe.

Ich verbringe momentan viel Zeit im Keller meiner Eltern. Das liegt aber nicht daran, dass sie mich nicht mehr mögen. Jedenfalls hoffe ich das. Immerhin lassen sie mich meistens auch noch in die anderen Bereiche des Hauses. In dem kleinen Büro im Keller richte ich aber einmal die Woche mein Home-Office-Quartier ein. Immer dann, wenn mein Sohn einen Tag in großelterlicher Fürsorge verbringt. 


Gazettchen, die tägliche Kolumne des Luxemburger Wort
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags.

Trotz anderslautender Anschuldigungen bin ich kein Helikoptervater, der den Großeltern bei der Kinderbetreuung auf die Finger schauen muss. Die Wahl meines Quartiers hat eher geografische Gründe. Denn mein Elternhaus liegt nicht auf meinem Arbeitsweg. Um nicht unnötig Zeit zu verplempern, verbringe ich so manchen Tag in einem dunklen Keller. Das ist auch mit vielen Annehmlichkeiten wie der mütterlichen Küche verbunden.

Als aufgeräumt kann man das Büro bereits seit Jahrzehnten nicht bezeichnen.

In dem kleinen Büro komme ich aber nicht umher, in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Denn die Regale sind mit unzähligen Fotoalben gefüllt. Im Laufe der Zeit hat sich viel verändert, ein Umstand jedoch nicht. Als aufgeräumt konnte man das Büro noch nie bezeichnen. 


Von fiesen Haufen
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um einen Haufen.

Doch wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Während meine Eltern sich in einem Zimmer etwas Unordnung erlauben, sind die anderen Räume des Hauses stets aufgeräumt. Von unserer Wohnung kann man das nicht behaupten. 

Es bleibt nur zu hoffen, dass dies kein Indiz dafür ist, dass sich die Unordentlichkeit in unserer Familie von Generation zu Generation verschlimmert. Erste andere Anzeichen dafür gibt es bereits: Unser Sohn liebt es, Schränke und Schubladen auszuräumen. Einräumen ist für ihn aber ein Fremdwort. 

Hier finden Sie die gesammelten Gazettchen-Kolumnen. 

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