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Wenn die Knochen nicht mehr wollen
Lokales 20.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Welttag der Osteoporose

Wenn die Knochen nicht mehr wollen

Durch Osteoporose werden Knochen geschwächt. Das Risiko eines Bruchs steigt.
Welttag der Osteoporose

Wenn die Knochen nicht mehr wollen

Durch Osteoporose werden Knochen geschwächt. Das Risiko eines Bruchs steigt.
Foto: Shutterstock
Lokales 20.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Welttag der Osteoporose

Wenn die Knochen nicht mehr wollen

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Osteoporose betrifft Menschen jeden Alters. Da die Erkrankung sich meist schleichend entwickelt, ist die Vorbeugung besonders wichtig.

(SH) - Es war ein einfaches Niesen. Dennoch reichte der Impakt aus, um zu einer Fraktur der Rippe zu führen. Bei Patienten, die unter Osteoporose leiden, reicht oft bereits eine geringe Beanspruchung aus, damit ein Knochen bricht.

Dass sie dann bereits seit Jahren unter der Krankheit leiden, wissen nur die wenigsten Patienten. Denn die Osteoporose – auch noch als Knochenschwund bekannt – entwickelt sich in den meisten Fällen schleichend. Dann verspüren Patienten in der Anfangsphase kaum Beschwerden. Schmerzen und Brüche machen sich erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkbar.

Auch wenn oft ältere Leute von der Krankheit betroffen sind, so kann die Stoffwechselerkrankung der Knochen auch bereits bei jüngeren Menschen vorkommen.

Wirbelsäule und Hüfte

Eben deshalb soll am Welttag der Osteoporose am Freitag das Hauptaugenmerk auf der Vorbeugung liegen. „Osteoporose betrifft Menschen jeden Alters: Kinder und Jugendliche, bei denen sich die Knochen im Wachstum befinden, Erwachsene, bei denen der Erhalt der Knochenmasse im Vordergrund steht, sowie ältere Menschen, bei denen es vor allem darum geht, Knochenbrüchen vorzubeugen“, erklärt Gesundheitsministerin Lydia Mutsch.

Häufigste, aber auch heftigste Frakturen betreffen die Wirbelsäule und die Hüfte. Diese Verletzungen führen oft dazu, dass die Patienten in ihrer Autonomie beeinträchtigt werden und während langer Zeit gepflegt werden müssen.

„Es ist beunruhigend, dass viele Risikopatienten und Menschen, die bereits aufgrund einer Osteoporose einen Knochenbruch erlitten haben, weder eine Diagnose noch eine passende Behandlung erhalten“, sagt Lydia Mutsch weiter.

Kein Tabak, wenig Alkohol

Wie weit verbreitet die Krankheit ist, belegt ein Blick in die Statistiken. Eine von drei Frauen sowie einer von fünf Männern über 50 Jahre, werden in ihrem Leben eine durch Osteoporose bedingte Fraktur erleiden.

Neben Alter und Geschlecht kann auch die familiäre Vorgeschichte, eine früh eintretende Menopause oder das Einnehmen bestimmter Medikamente das Risiko, an Osteoporose zu erkranken erhöhen.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die reich an Kalzium und Vitamin D ist, der Verzicht auf Tabak und übermäßigen Alkoholgenuss tragen dazu bei, die Knochen zu stärken.

Ein Selbsttest auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums ermöglicht es, herauszufinden, wie es um die eigene Knochengesundheit steht und ob eine erhöhte Gefahr von Frakturen besteht.

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Zum Themendienst-Bericht von Sabine Meuter vom 28. Dezember 2016: Manche Selbsthilfegruppen wie diese in Essen bieten Funktionstraining für Osteoporose-Patienten an. 
(Archivbild vom 17.09.2014/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text.) Foto: Volker Hartmann/dpa/dpa-tmn