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Weiswampach: See-Referendum am 25. August
Lokales 27.05.2019

Weiswampach: See-Referendum am 25. August

Die Stille am See in Weiswampach vermag kaum über die zurzeit so hitzigen Debatten um dessen Zukunft hinwegzutäuschen.

Weiswampach: See-Referendum am 25. August

Die Stille am See in Weiswampach vermag kaum über die zurzeit so hitzigen Debatten um dessen Zukunft hinwegzutäuschen.
Foto: John Lamberty
Lokales 27.05.2019

Weiswampach: See-Referendum am 25. August

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Am 25. August müssen die Wähler der Gemeinde Weiswampach erneut zu den Urnen schreiten ...

„Sind Sie einverstanden mit dem Projekt Suneo Park begreifend unter anderem einen Hotelkomplex mit ca. 90 Wohneinheiten zwischen den Seen und ca. 100 Ferienhäuser auf dem Areal des Campings in Weiswampach, dies während 99 Jahren?“: Auf diese Frage müssen die Wähler der Gemeinde Weiswampach nun also am 25. August im Rahmen eines kommunalen Referendums eine Antwort finden.


Lokales, Referendum Leudelingen, Centre Culturel an der Eech, Wahlen, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
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In einer Dringlichkeitssitzung des Gemeinderats wurde dieses Datum am Montag für die Abhaltung jener Volksbefragung bestimmt, die die Biergerinitiativ Gemeng Wäiswampich zuletzt über eine öffentliche Petition erzwungen hatte. Von 425 Unterschriften waren letzten Endes 386 als zulässig zurückbehalten worden – deutlich mehr als die notwendige Zustimmung eines Viertels der eingeschriebenen Wählerschaft.

Wirkungskraft mit Grenzen

Welche Wirkungskraft das Resultat des Referendums auf die umstrittenen Pläne zur Schaffung eines modernen Freizeitresorts samt Fun Park am Seegelände haben kann, bleibt allerdings fraglich, ist das Ergebnis für den Schöffenrat – gesetzlich gesehen – doch nicht bindend.

Schöffe Norbert Morn ließ am Montag am Ratstisch denn auch schon mal wissen, dass er die Volksbefragung für sinnlos halte. Zum einen spalte diese lediglich die Gesellschaft, zum anderen seien die Projektpläne mittlerweile aber auch so weit fortgeschritten, dass ohnehin kein Rückzieher mehr möglich erscheine. „Dann hätte man ein Referendum vor vier oder fünf Jahren auf die Beine stellen sollen“, so Morn.

Obwohl das Referendum nach dem Erreichen der nötigen Unterschriften nun obligatorisch ist, hatte sich Norbert Morn zuvor – als eines von gerade mal fünf anwesenden Ratsmitgliedern – beim Votum über dessen Durchführung denn auch demonstrativ enthalten. Schöffe Michel Deckenbrunnen sowie die Räte Marie-Paule Johanns-Hamer, Vincent Geiben und Ambroise Reuland hatten ihrerseits mit Ja gestimmt.

Wo steht der Bürger?

Obwohl das Referendum nur konsultativ ist, blickt man dem Ausgang bei der Biergerinitiativ Gemeng Wäiswampich dennoch mit erwartungsvoller Spannung entgegen, müsste der Schöffenrat sich im Fall einer Ablehnung der Freizeitresort-Pläne am See so doch zumindest bewusst über die mit Zahlen belegbare Mehrheitsmeinung der Bürger hinwegsetzen, wie Präsident Pol Holweck zuletzt schon mehrfach betont hatte. Bürgermeister Henri Rinnen und seine Unterstützer sehen in dem von einem belgischen Investor vorgelegten Projekt dagegen eine Chance zur touristischen Neubelebung des Seeareals, das in ihren Augen dringend neuer Attraktivität bedarf.


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