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Weiswampach: Bürgerinitiative bezeichnet Baugenehmigungen als illegal
Lokales 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Weiswampach: Bürgerinitiative bezeichnet Baugenehmigungen als illegal

Nicht zum ersten Mal: Der Bürgermeister von Weiswampach und die Bürgerinitiative liegen im Clinch.

Weiswampach: Bürgerinitiative bezeichnet Baugenehmigungen als illegal

Nicht zum ersten Mal: Der Bürgermeister von Weiswampach und die Bürgerinitiative liegen im Clinch.
Foto:John Lamberty
Lokales 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Weiswampach: Bürgerinitiative bezeichnet Baugenehmigungen als illegal

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Der Bürgermeister der Gemeinde Weiswampach steht wieder in der Kritik der Bürgerinitiative. Diesmal geht es um ein Mietwohnungsprojekt.

Die Biergerinitiativ Wäiswampich liegt weiterhin im Clinch mit Bürgermeister Henri Rinnen. Nach der teils heftigen Kritik um das Projekt eines Hotels mit Ferienwohnungen am See in Weiswampach sorgen nun eine Reihe von Baugenehmigungen für Aufregung. Es geht dabei um eine Genehmigung für vier Mietwohnblöcke auf einer einzigen Parzelle im Ort genannt Om Knupp. 

Laut der Bürgerinitiative sei die ausgestellte Baugenehmigung illegal und Bürgermeister Rinnen habe gegen das Gesetz über den aménagément communal sowie gegen die Vorschriften des allgemeinen Bebauungsplans der Gemeinde verstoßen. Laut der Bürgerinitiative habe man einzelne Mitarbeiter des Innenministeriums am 21. Februar per Mail  über diese Vorwürfe informiert, eine Antwort stehe bis heute aus. 

Drei Verlängerungen

Im Detail wirft die Bürgerinitiative dem Bürgermeister vor, die Baugenehmigung 58/2017 für das Projekt insgesamt dreimal abgeändert zu haben, dies am 11. Oktober 2018, am 23. Januar 2019 und am 20. Januar 2020. Laut den Vertretern der Bürgerinitiative seien per Gesetz aber nur maximal zwei Verlängerungen der Genehmigungen um jeweils ein Jahr möglich. Zudem hätten die Arbeiten am Projekt auch mehr als zwei Jahre nach Ausstellen der ersten Genehmigung noch nicht begonnen.       


Telecran, See Weiswampach. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
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Weiterer Kritikpunkt: Die Baugenehmigung für insgesamt 40 Mietwohnungen verstoße gegen den allgemeinen Bebauungsplan, der auf dieser Parzelle nur maximal 20 Wohneinheiten zulässt. Zudem entsprächen weder die Giebelhöhe noch die maximale Tiefe der Unterkellerung den Vorschriften des aktuellen Bebauungsplans.     


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