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Wegweiser zum 5. Sonntag der Osterzeit
Lokales 28.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser zum 5. Sonntag der Osterzeit

Damit die Wahrheit auch noch in den Früchten der Reben erkennbar bleibt, ist es unerlässlich, dass wir, als Werkzeuge Gottes, sie immer wieder erkennen.

Wegweiser zum 5. Sonntag der Osterzeit

Damit die Wahrheit auch noch in den Früchten der Reben erkennbar bleibt, ist es unerlässlich, dass wir, als Werkzeuge Gottes, sie immer wieder erkennen.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 28.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser zum 5. Sonntag der Osterzeit

In den Texten des heutigen Sonntags spielt "Wahrheit" eine zentrale Rolle. Aber was ist diese Wahrheit?



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Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

Was ist Wahrheit? In den Texten des heutigen Sonntags spielt "Wahrheit" eine zentrale Rolle: Die Kinder Gottes sollen in Tat und Wahrheit lieben, sie werden erkennen, dass sie aus der Wahrheit sind (1 Joh 3,18-19), Jesus sagt von sich, dass er der wahre Weinstock ist (Joh 15,1).

Aber was ist diese Wahrheit? Ich glaube nicht, dass wir Gottes Wahrheit auf Dauer erkennen und somit besitzen können. Das heißt nicht, dass die Wahrheit in sich unbeständig wäre. Im Gegenteil, ich glaube, dass sie in sich absolut beständig, klar und einfach ist. Gott ist Wahrheit, Jesus Christus ist nach Johannes 15,1 der wahre Weinstock. Doch da wir Ihn noch nicht von Angesicht zu Angesicht sehen und kennen, können wir auch die Wahrheit nicht besitzen. Daher müssen wir sie immer wieder erkunden.

In besonders schwierigen oder neuen Situationen, kann die Rückversicherung bei Christus im Minutentakt nötig sein, um zu wissen, was gerade Gottes Wahrheit ist und sie nicht mit unserer eventuell eigennützigen Wahrheit zu verwechseln. Diese Demut ist nötig, denn Jesus ist der wahre Weinstock. Nicht wir! Dort, wo dieser Wesensunterschied nicht beachtet oder übergangen wird, spricht man von „Wahrheit haben“ , es klingt nach „Recht haben“ und geht meistens einher mit Macht, Besserwissen, Triumph und Unterdrückung.

Wir sind nicht der Weinstock, aber wir sind die Reben (Joh 15,1). Die Reben sind wichtig, sie sind nötig, damit der Weinstock Früchte tragen kann: Somit sind wir seine Werkzeuge. Damit die Wahrheit auch noch in den Früchten der Reben erkennbar bleibt, ist es unerlässlich, dass wir, als Werkzeuge Gottes, sie erforschen, immer wieder erkennen und in nahem Kontakt mit ihr bleiben. Dann wird sie sichtbar in der Welt, ohne viel Gerede, aber in wahren Taten. Dann kann sie auch andere überzeugen.

Martine Regenwetter, Partage.lu - Bridderlech Deelen