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Wegweiser zu Palmsonntag
Lokales 24.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser zu Palmsonntag

Für Jesus war Palmsonntag der Anfang vom irdischen Ende, aber das irdische Ende war eben nicht das letzte Wort.

Wegweiser zu Palmsonntag

Für Jesus war Palmsonntag der Anfang vom irdischen Ende, aber das irdische Ende war eben nicht das letzte Wort.
Foto: Fern Morbach
Lokales 24.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser zu Palmsonntag

An Palmsonntag wird Jesus bejubelt … eine Woche später fordert dieselbe Menge seinen Tod. Wie soll man das verstehen, fragt Mireille Sigal.



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Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

Aber was macht diese Erzählung mit uns, die wir 2 000 Jahren nach den Ereignissen in Jerusalem leben und die Fortsetzung der Geschichte nur zu gut kennen? Wie denken wir uns in diesen krassen Stimmungswechsel hinein? Am Palmsonntag jubeln wir mit den Jüngern und der Jerusalemer Menge mit und schwenken unsere Buchsbaumsträußchen, und am Karfreitag schreien wir dann auch zusammen mit der Menge "Kreuzige ihn"? Reagieren wir auch so brutal, wenn unsere Hoffnungen nicht so erfüllt werden, wie wir es uns vorstellen; wenn es nicht nach unserem Kopf geht?

Es ist gar nicht so einfach, die Hoffnung am Leben zu erhalten, wenn die Ereignisse keinen glücklichen Ausgang für ebendiese Hoffnungen erahnen lassen. Für Jesus war der Palmsonntag der Anfang vom irdischen Ende, aber das irdische Ende war eben nicht das letzte Wort. Es lohnt sich, Hoffnungen nicht aufzugeben, sondern darauf zu vertrauen, dass Gott weiter vorausschaut als wir es können. Dann werden die Hoffnungen doch noch erfüllt. Nur eben ganz anders.

Mireille Sigal, Assistentin des Dechanten im Dekanat „Lëtzebuerg