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Wegweiser für den 5. Sonntag im Jahreskreis: Ihr seid! Bin ich?
Lokales 04.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser für den 5. Sonntag im Jahreskreis: Ihr seid! Bin ich?

Unser Wirken in der Welt soll dem Salz gleichen, das die Speise durchwirkt. Dann bleibt unsere Sendung nicht verborgen.

Wegweiser für den 5. Sonntag im Jahreskreis: Ihr seid! Bin ich?

Unser Wirken in der Welt soll dem Salz gleichen, das die Speise durchwirkt. Dann bleibt unsere Sendung nicht verborgen.
Foto: Wikipedia
Lokales 04.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser für den 5. Sonntag im Jahreskreis: Ihr seid! Bin ich?

Anne CHEVALIER
Anne CHEVALIER
Heute, am 4. Februar, feiere ich meinen Namenstag. So sehe ich meine Sendung in dieser Welt – aufmerksam bleiben für den leidenden und bedürftigen Menschen - eine kleine Geste, so simpel sie auch sein mag – und Gottes wahres Bild, nämlich das der Liebe, wird in dieser Welt sichtbar, schreibt Sr Véronique.

Als Lektorenhilfe des katholischen Bibelwerkes zum heutigen Sonntag steht ein kurzer Alternativtext: „ …. Unser Wirken in der Welt soll dem Salz gleichen, das die Speise durchwirkt und dem Licht, das allen im Hause leuchtet. Dann bleibt unsere Sendung nicht verborgen.“

Heute am 4. Februar feiere ich meinen Namenstag. Für viele  bedeutet der Namenspatron, wenn es denn einen geben sollte, nicht mehr viel und vor allem ist der Name nicht mit einer Sendung oder einem Auftrag verbunden. Für mich schon. Ich heiße Véronique und habe bei meiner Einkleidung diesen Namen bewusst gewählt. Veronika, die Frau, bekannt von der 6. Kreuzwegstation, ist vielleicht eine fiktive Gestalt, doch ihr Name ist eine Herausforderung: Es setzt sich aus dem lateinischen  vera (wahr) und dem altgriechischen  εικών eikōn (Bild, Zeichen) und kann somit als „wahres Bild“ gedeutet werden. Es ist vor allem aber diese Geste, diese kleine Geste, die mich fasziniert und die mein Auftrag darstellt. Sie wischt Jesus den Schweiß und das Blut ab, etwas das mir als Krankenschwester nur allzu gut bekannt ist. Dadurch lindert sie nicht nur den Schmerz des leidenden Menschen, sondern ihr Tuch erhält den Abdruck des Antlitzes des Mensch gewordenen, leidenden Gottes und macht es so der Menschheit sichtbar.

So sehe ich meine Sendung in dieser Welt – aufmerksam bleiben für den leidenden und bedürftigen Menschen - eine kleine Geste, so simpel sie auch sein mag – und Gottes wahres Bild, nämlich das der Liebe, wird in dieser Welt sichtbar. Das ist mein Beitrag zu einer Geschmacksverbesserung dieses Lebens – meine Lichtzufuhr in diese oft dunkle Welt. Ich weiß, mir gelingt es bei weitem nicht immer, aber ich habe eine Weggefährtin, die mir dabei hilft, dass meine Sendung nicht verborgen bleibt. Ihr Name ist Véronique und ich bin froh diesen Namen gewählt zu haben und ich trage ihn mit Stolz.


Sr Véronique Weis, Tertiar Karmeliterin


- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.


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