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Wegweiser
Lokales 13.06.2015 Aus unserem online-Archiv

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Lokales 13.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Wegweiser

Hat Gott in dieser Welt überhaupt eine Chance. Kommt er überhaupt noch bei uns an? Diese Frage stellten sich auch Zeitgenossen Jesu. Damals gab es auch Zweifler, Entmutigte und Eiferer im engsten Freundeskreis Jesu. Mit dieser Frage befasst sich P. Théo Klein in seinem Wegweiser.

Gott hat trotz allem eine Chance

Es beschäftigt mich sehen zu müssen, wie in dieser Welt die Respektlosigkeit Blüten treibt. Die Vielfalt der Natur, die Verschiedenheit von Menschen, ethische Wertvorstellungen und religiöse Praktiken werden ignoriert. Auch innerhalb der Kirche scheinen oft materielle und machtpolitische Interessen wichtiger zu sein als die Verkündigung des Evangeliums. Angesichts dieser Tatsache überkommt mich bisweilen eine Wut und eine Trauer, die mich dann in meiner eigenen Ohnmacht und meinem Unvermögen "versinken" lassen. Dabei sage ich mir:“Krumm sind nicht nur die Wege dieser Welt, sondern auch die meinen."

Hat Gott in dieser Welt überhaupt eine Chance. Kommt er überhaupt noch bei uns an? Diese Frage stellten sich auch Zeitgenossen Jesu. Damals gab es auch Zweifler, Entmutigte und Eiferer im engsten Freundeskreis Jesu. Den Zeloten ging alles zu langsam. Sie scheuten sich nicht, mit handfester Gewalt, dem, was sie als das Reich Gottes erachteten, "nachzuhelfen".

Andere stellen sich in den Mittelpunkt. Sie dachten nicht an Neubesinnung, Aufbruch und Umkehr! Sie verschanzten sich hinter ihren sturen Argumenten von Rechtgläubigkeit.

Man darf im Evangelium niemals die kleinen Leute vergessen, die Jesus gefolgt sind, weil sie seinem Wort von der Ankunft des Reiches Gottes geglaubt haben. Jesus geht auf die teils offenen, teils versteckten Erwartungen ein. In den zwei Ansprachen vom Samen und Senfkorn veranschaulicht Jesus, dass Gott hält, was er versprochen hat. Unabhängig vom Einfluss des Menschen bricht das Recht Gottes auf: Es keimt, wächst und reift. Gott hält, was er versprochen hat. Er führt zu Ende, was er begonnen hat. Allerdings nicht so, wie die Menschen es wollen, sondern wie er es will!

Jesu ruft trotz allem dazu auf, nicht in den Zeitgeist des Pessimimus zu verfallen. Jesus ist seinen Weg ruhig und gelassen gegangen – auch dann noch, als menschlich gesehen alles zusammengebrochen war. Und wir?

P. Théo Klein SCJ


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