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Wasserturm in Hellingen: Erhalt darf kein „Vermögen kosten”
Der Wasserturm in Hellingen wurde 1911 gebaut.

Wasserturm in Hellingen: Erhalt darf kein „Vermögen kosten”

Foto: Pierre Mousel
Der Wasserturm in Hellingen wurde 1911 gebaut.
Lokales 21.11.2017

Wasserturm in Hellingen: Erhalt darf kein „Vermögen kosten”

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Ob der Hellinger Wasserturm der Nachwelt erhalten bleibt, ist noch nicht entschieden. Ein Erhalt sei ihm lieber, aber er dürfe kein „Vermögen kosten”, so der neue Frisinger Bürgermeister, Roger Beissel.

(na) -  „Es gibt eine Schmerzensgrenze“, sagt der neue Frisinger Bürgermeister, Roger Beissel („Är Equipe”), in Bezug auf den Erhalt des Wasserturms in Hellingen. Ziel sei eine Lösung zu finden „ohne, dass dies ein Vermögen kostet“.

In der letzten Gemeinderatssitzung unter der vorherigen CSV-LSAP-Koalition stand das Thema auf der Tagesordnung, eine Entscheidung wurde aber vertagt. Das Kulturministerium hatte ein Erhalten des Turmes vorgeschlagen, doch die Erhaltungspläne der alten Koalition hätten sich als viel zu teuer herausgestellt, so Beissel.

Darauf habe das Ministerium seinen „Avis“ wieder zurückgezogen. „Wir wollen uns nun noch einmal in Ruhe die Angelegenheit anschauen. Dann treffen wir eine Entscheidung“, so Roger Beissel über die Vorgehensweise der neuen „Är Equipe“-DP-Koalition.

„Wasserturm gehört zu Hellingen”

„Der Hellinger Wasserturm gehört zu Hellingen“, unterstreicht er. „Ich verstehe die Leute gut, die sich für seinen Erhalt einsetzen. Wir wollen uns mit allen Beteiligten treffen und das diskutieren“. Auch müsse geprüft werden, ob keine Einsturzgefahr vom Turm ausgehe.

Der Wasserturm ist 25 Meter hoch. Anfang 1912 wurde er in Betrieb genommen. Sein Bau war drei Jahre zuvor vom Gemeinderat entschieden worden. Gleichzeitig wurde auch die Errichtung eines weiteren Turmes in Frisingen entschieden.

Doch der wurde 2008 Opfer der Abrissbirne, dies wegen seiner schlechten Bausubstanz. Zurzeit dient der Hellinger Wasserturm bedrohten Tierarten als Brutkasten und Unterschlupf.

Roger Beissel gibt zu verstehen, dass ein Erhalt ihm wohl lieber wäre. Aber das wird, wie gesagt, vom Preis abhängen.


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