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Wasserspender werden dreimal wöchentlich desinfiziert
Lokales 2 Min. 03.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Wasserspender werden dreimal wöchentlich desinfiziert

Auf Kinderspielplätzen werden bevorzugt Wasserfontänen in Clown-Form aufgestellt.

Wasserspender werden dreimal wöchentlich desinfiziert

Auf Kinderspielplätzen werden bevorzugt Wasserfontänen in Clown-Form aufgestellt.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 03.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Wasserspender werden dreimal wöchentlich desinfiziert

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
26 Trinkwasserfontänen stehen in der Hauptstadt. In der Fußgängerzone werden sie jedoch mitunter als Mülltonnen "missinterpretiert".

Sie stehen auf Spielplätzen, in der Fußgängerzone, in Parks und an anderen gut besuchten Orten: Öffentliche Wasserspender, die es den Besuchern erlauben, kostenlos und im Vorbeigehen ihren Durst zu stillen. Offenbar werden die Fontänen jedoch von dem ein oder anderen Passanten missverstanden: Am Tag des Stroossemaart beispielsweise wurde der Trinkwasserspender in der Grand-Rue zweckentfremdet und stattdessen als Mülleimer genutzt.

„Es kommt in der Tat vor, dass an den Wasserspendern Abfall abgelegt wird. Dies ist aber fast nur in der Groussgaass der Fall“, erklärt eine Sprecherin der Stadt Luxemburg auf Nachfrage hin. Doch die Stadtverwaltung sorgt dafür, dass die Qualität des Wassers stets gewährleistet ist: „Der Service Eaux säubert und desinfiziert die Spender dreimal in der Woche. Wenn zusätzlich dazu festgestellt wird, dass ein Spender nicht sauber ist, wird er gereinigt.

Gerade in den Fußgängerzonen kommt es regelmäßig vor, dass die Wasserspender als Mülltonnen missbraucht werden. Diese Aufnahme stammt vom Tag des Stroossemaart. Bei dem Spender handelt es sich um die moderne Variante, das Modell "O'claire".
Gerade in den Fußgängerzonen kommt es regelmäßig vor, dass die Wasserspender als Mülltonnen missbraucht werden. Diese Aufnahme stammt vom Tag des Stroossemaart. Bei dem Spender handelt es sich um die moderne Variante, das Modell "O'claire".
Foto: Diane Lecorsais

Außerdem werden alle zwei Wochen Wasseranalysen vorgenommen, um die Qualität zu überprüfen“, heißt es von der Stadtverwaltung.

Der erste Wasserspender im Stadtzentrum wurde im Jahr 2012 unter dem damaligen Bürgermeister Xavier Bettel installiert, dies beim Roude Pëtz. Inzwischen gibt es deren insgesamt 26 auf dem Hauptstadtgebiet, die meisten davon in der Innenstadt.

In der warmen Jahreszeit werden an Punkten mit hohem Besucheraufkommen zustätzliche Wassersäulen installiert, wie hier an der Place d'Armes.
In der warmen Jahreszeit werden an Punkten mit hohem Besucheraufkommen zustätzliche Wassersäulen installiert, wie hier an der Place d'Armes.
Foto: Anouk Antony

786 000 Liter in 2018

Allein im Jahr 2017 sind aus den Fontänen 752 000 Liter Wasser geflossen, in 2018 waren es sogar schon 786 000. Das Angebot soll denn auch in Zukunft noch ausgeweitet werden, wie die Stadtverwaltung bestätigt, und zwar insbesondere dort, wo Parkanlagen neu gestaltet oder neu angelegt werden.


Insgesamt stehen bislang vier "Bubbles" in der Hauptstadt. Gerade an Punkten, wo das Müllaufkommen besonders hoch ist, sollen sie sich als nützlich erweisen.
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Übrigens sehen nicht alle Trinkfontänen in der Hauptstadt gleich aus – es gibt ganze vier Varianten. Derweil die ältesten Exemplare in Grün nur noch selten anzutreffen sind, kommen jene in der Nähe von Spielplätzen in Form von Clowns daher.

Bei dem Modell „O'claire“, wie es sich beispielsweise im Petrusstal und in der Grand-Rue befindet, handelt es sich um die modernste Variante. Zusätzlich dazu werden in der warmen Jahreszeit an Stellen mit hohem Besucheraufkommen auch noch Trinkwassersäulen aufgestellt, wie man sie zurzeit etwa auf der Place d'Armes sieht. Schließlich gibt es noch den flexiblen „Wassercube“, der vorwiegend bei großen Veranstaltungen zum Einsatz kommt.

Nur noch selten zu sehen: Die ältesten Modelle in Grün, wie hier beim Bambësch.
Nur noch selten zu sehen: Die ältesten Modelle in Grün, wie hier beim Bambësch.
Foto: Paul Putzeys

Eine interaktive Karte mit allen Trinkwasserfontänen gibt es hier.



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