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Wasserschutz: Neue Schutzzonen für Trinkwasserquellen
Lokales 27.10.2015

Wasserschutz: Neue Schutzzonen für Trinkwasserquellen

Der Schutz des Trinkwassers wird billiger als die spätere Aufbereitung.

Wasserschutz: Neue Schutzzonen für Trinkwasserquellen

Der Schutz des Trinkwassers wird billiger als die spätere Aufbereitung.
Foto: Pierre Matge
Lokales 27.10.2015

Wasserschutz: Neue Schutzzonen für Trinkwasserquellen

Der Schutz der Quellen ist eine der vorrangigen Maßnahmen, um die Qualität unseres Trinkwassers zu erhalten. Jetzt wurden sieben zusätzliche Schutzgebiete ausgewiesen.

(jag) - Mit dem Ausweisen von sieben neuen Wasserschutzzonen will das Umweltministerium die wertvolle Ressource Trinkwasser bewahren. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 80 dieser Schutzzonen entstehen. Die neue Zonen betreffen die Quellen Schiessentümpel und Haerebour, Meelerbur, Weilerbach, Dreiburen, Weierchen, Siwebueren und Kazebur sowie Lampbur, Lampicht auf Sietzen und Giedgendall. Die Schutzzonen sollen verhindern, dass Verunreinigungen durch menschliche Aktivitäten in die Quellen oder das Grundwasser gelangen. Dazu gehören Dieselöl, Pestizide und Dünger.

Die einzelnen Schutzzonen legen sich wie Ringe um die zentrale Quelle, mit der Entfernung zur Quelle werden die Auflagen weniger streng. Im direkten Umfeld (Zone 1) sind jegliche Aktivitäten untersagt. Bis zu 600 Meter von der Quelle entfernt erstreckt sich die Zone 2. Diese Zone darf nicht bebaut werden, es gelten strikte Auflagen respektive Verbote für den Einsatz von Pestiziden und Dünger. Die dritte Zone umfasst das komplette Einzugsgebiet der Quelle, hier sind industrielle Aktivitäten untersagt, zudem gelten Auflagen für die Landwirtschaft.

"Wir müssen die Ressource Trinkwasser schützen. Die Belastungen und Unfälle der letzten Monate und Jahre haben gezeigt wie empfindlich das Trinkwassersystem reagiert. Jede präventive Maßnahme wird sehr viel billiger als spätere Sanierunsgmaßnahmen", so Umweltministerin Carole Dieschbourg.

Mit Informationsversammlungen will man sich den Fragen der Bürger stellen. allgemein sei das Echo bisher positiv gewesen, so Camille Gira, Staatssekretär im Umweltministerium. Zudem wird ein ganzer Maßnahmenkatalog für die einzelnen Schutzzonen erstellt. Der Fonds für Wasserwirtschaft trägt die Kosten zur Hälfte. Eventuelle Ausfälle, die den Landwirten entstehen, will man durch finanzielle Beihilfen ausgleichen. Zu diesem Zwecke soll das aktuelle Wassergesetz abgeändert werden.  


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Wasser - Bach - Fluss - Trinkwasser - Photo : Pierre Matge