Wasserbillig/Oberbillig (D) : Solarfähre startklar
(GS) - Neben Erbgroßherzog Guillaume hatten am Samstag auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Luxemburg und Deutschland den Weg nach Wasserbilllig gefunden. Hier wurde die neue Moselfähre, die "Sankta Maria II" getauft.
Diese wird ihren Dienst allerdings erst am 10. Dezember aufnehmen, nachdem alle technischen Überprüfungen abgeschlossen sind.
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Seit 50 Jahren mit der Fähre
Seit jeher verbindet eine Moselfähre die deutsche Gemeinde Oberbillig mit der luxemburgischen Nachbargemeinde Mertert-Wasserbillig und entlastet die "Pendlerbrücke" Wellen/Grevenmacher erheblich. Vor gut 50 Jahren, am 30. April 1966, nahm die Fähre “Sankta Maria” ihren Betrieb auf. Da dieses Schiff inzwischen in die Jahre gekommen ist, wurde sie nun durch die weltweit erste voll elektrische Autofähre für Binnengewässer “Sankta Maria II” ersetzt.
Nachdem Bürgermeister Jérôme Laurent den Erbgroßherzog Guillaume am Anlegesteg der Moselfähre empfangen hatte, begaben sich die Gäste auf die alte Fähre zur Überfahrt nach Oberbillig (D).
Symbol für Verbundenheit
Pünktlich um 11 Uhr legte die Sankta Maria II aus dem Hafen Mertert kommend in Oberbillig (D) an. Nach der Ansprache von Ortsbürgermeister Andreas Beiling, wurde der kirchliche Segen erteilt. Danach nahm Erbgroßherzog Guillaume die Schiffstaufe vor, bevor die neue Fähre mit den Gästen und Ehrengäste wieder nach Wasserbillig zurückkehrte.
Auf der Marie-Astrid, die am Steg in Wasserbillig angelegt hatte, fand dann der offizielle Teil der Festlichkeiten statt. Die Symbolik dieser Fähre, die für Verbundenheit und Zusammenhalt zwischen den beiden Gemeinden steht, zog sich wie ein roter Faden durch die verschiedene Ansprachen.
Ein besonderer Dank galt dem Ehrenbürgermeister Gust Stefanetti, der als Motor und Seele des grenzüberschreitenden Projektes gilt. Bürgermeister Jérôme Laurent sah die neue Fähre in einem sozialen und wirtschaftlichen Umfeld während Staatssekretär Camille Gira den Entschluss der Gemeinderats zur Anschaffung einer Solar-Fähre besonders begrüßte. Es sei dies ein Schritt in die richtige Richtung eines konkreten Klima- und Umweltschutz.
