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Wasserbillig - Oberbillig (D): So soll die neue Moselfähre aussehen
So in etwa wird die neue Moselfähre mit Elektroantrieb aussehen.

Wasserbillig - Oberbillig (D): So soll die neue Moselfähre aussehen

(GRAFIK: SCHIFFSTECHNIK BUCHLOH GMBH U. CO. KG)
So in etwa wird die neue Moselfähre mit Elektroantrieb aussehen.
Lokales 11.03.2016

Wasserbillig - Oberbillig (D): So soll die neue Moselfähre aussehen

Die Pläne für die neue Moselfähre, die zwischen Wasserbillig und der deutschen Ortschaft Oberbillig pendelt, werden konkreter. Der Oberbilliger Gemeinderat stimmte dem technischen Konzept des neuen Schiffes zu.

(if) - Die Pläne für die neue Moselfähre, die zwischen Wasserbillig und der deutschen Ortschaft Oberbillig pendelt, werden konkreter. Vor kurzem hat der Oberbilliger Gemeinderat einstimmig das technische Konzept des neuen Schiffes beschlossen. Die alte „Sankta Maria“, die die 
gegenüberliegenden Ortschaften seit nunmehr 50 Jahren verbindet, soll durch ein neues Modell mit Elektroantrieb ersetzt werden. Nun hat das Ingenieurbüro „Schiffstechnik Buchloh GmbH und Co. KG“ aus dem rheinland-pfälzischen Unkel die detailliertere Planung vorgestellt.

Eine Verbesserung wird es laut dem Oberbilliger Bürgermeister Andreas Beiling mit Blick auf die Dimension des neuen Schiffes geben. Nicht nur soll die neue Fähre breiter werden; auch soll mehr Platz für Motor- und Fahrräder eingerichtet werden. 25 Zweiräder sollen auf der Fähre auf einer separaten Fläche Platz finden, was eine deutliche Erhöhung der Kapazität darstellt. Das Schiff soll weiterhin sechs Pkws und 45 Fußgänger pro Fahrt befördern.

Die Fähre eine Stunde länger fahren lassen

Weitere Neuigkeiten betreffen die technische Ausstattung des Schiffes. Die Navigationstechnik der neuen Fähre soll deutlich moderner ausfallen: Ein Schiffsradar etwa solle erlauben, dass die Fähre auch bei schlechten Wetterbedingungen und trüber Sicht unproblematisch verkehren könne, so Beiling. Auch werde die neue Fähre deutlich leiser sein als ihre Vorgängerin.

Die Elektromotoren des Schiffes können dann auf zweifache Weise nachgeladen werden: über eine Stromquelle und über Solarplatten, die sich auf dem Schiff befinden werden. Dies alles soll erlauben, die Fährzeiten auszuweiten und das neue Schiff täglich eine Stunde länger verkehren zu lassen. Wann der Bau der Fähre beginnen soll, steht laut Andreas Beiling noch nicht fest. Da das Schiff individuell angefertigt wird, beträgt die Bauzeit zwischen acht und zwölf Monaten. Die neue Fähre wird somit erst im kommenden Jahr in Betrieb genommen. Die Anschaffungskosten betragen rund 1,4 Millionen Euro, die die beiden Gemeinden sich teilen.

Im Durchschnitt befördert die Fähre im Sommer rund 400 Autos pro Tag; im Winter transportiert sie täglich bis zu 200 Fahrzeuge.


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