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Wasserbillig: Die neue Moselfähre kommt im Herbst 2017
Die 50 Jahre alte Fähre Sankta Maria wird 2017 durch ein modernes elektrisch betriebenes Schiff ersetzt.

Wasserbillig: Die neue Moselfähre kommt im Herbst 2017

Foto: Chris Karaba
Die 50 Jahre alte Fähre Sankta Maria wird 2017 durch ein modernes elektrisch betriebenes Schiff ersetzt.
Lokales 28.09.2016

Wasserbillig: Die neue Moselfähre kommt im Herbst 2017

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Die Fähre Sankta Maria befördert seit 50 Jahren Menschen und Fahrzeuge von Wasserbillig und Oberbillig (D). Im Herbst 2017 wird sie ersetzt.

(asc) - Nach 50 Dienstjahren hat die Moselfähre Sankta Maria bald ausgedient. Im Herbst 2017 wird sie durch ein größeres strombetriebenes Fährschiff ersetzt.

Die Anschaffungskosten von 1,56 Millionen Euro werden sich die Gemeinden Mertert und Oberbillig (D) teilen. Allerdings erhalten die beiden Kommunen dafür eine finanzielle Unterstützung von 659.161 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Interreg). Der diesbezügliche Zuwendungsvertrag wurde nun offiziell an die Vertreter der beiden Gemeinden überreicht.

Die dieselbetriebene Fähre Sankta Maria ist teuer im Unterhalt.
Die dieselbetriebene Fähre Sankta Maria ist teuer im Unterhalt.
Foto: Chris Karaba

Die Moselfähre Sankta Maria leistet seit 50 Jahren einen wertvollen Dienst bei der grenzüberschreitenden Mobilität. Denn laut statistischen Erhebungen befördert sie im Schnitt pro Jahr 143.000 Menschen, 65.000 Autos, 1.600 Motorräder und 19.500 Fahrräder über die Mosel von Wasserbillig nach Oberbillig (D) und umgekehrt. Damit trägt sie auch zur Entlastung der Grenzbrücken bei.

Fährbetrieb seit dem Mittelalter

Besonders für die Einwohner der Ortschaft Oberbillig ist sie ein beliebtes Transportmittel um schnell nach Wasserbillig zu gelangen. Nach historischen Überlieferungen besteht übrigens schon seit dem Mittelalter ein Fährbetrieb zwischen den beiden Moselorten, die bis zum Wiener Kongress zusammen mit dem Dorf Mertert zur luxemburgischen Gemeinde Mertert gehörten.

Doch auch viele Pendler und Touristen überqueren mit dem Schiff den Grenzfluss um auf einem kürzeren Weg von Deutschland nach Luxemburg und zurück zu gelangen.

Alt, hohe Unterhaltskosten und nicht umweltfreundlich

Der Austausch des Schiffes wurde aus mehreren Gründen beschlossen: die jetzige Sankta Maria ist mittlerweile eine alte Lady und kostet dementsprechend viel Geld beim Unterhalt; das mit Diesel betriebene Schiff konsumiert jährlich rund 14.000 Liter Treibstoff und verursacht entsprechend viele Abgase und Lärm. Und auch der Komfort in der Fahrkabine ist nicht mehr zeitgemäß.




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