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Wasser und Wanderfalken unter einem Dach
Lokales 3 2 Min. 02.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Neues Wahrzeichen für Kirchberg

Wasser und Wanderfalken unter einem Dach

Der neue Wasserturm entsteht unweit der RTL City, am Rande des Gréngewald in Kirchberg.
Neues Wahrzeichen für Kirchberg

Wasser und Wanderfalken unter einem Dach

Der neue Wasserturm entsteht unweit der RTL City, am Rande des Gréngewald in Kirchberg.
Foto: Steve Eastwood
Lokales 3 2 Min. 02.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Neues Wahrzeichen für Kirchberg

Wasser und Wanderfalken unter einem Dach

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Nach diversen Startschwierigkeiten sind am Boulevard Pierre Frieden die Bagger angerollt. Das Bauwerk wird imposant, der Kostenpunkt ist es ebenso.

Im Juni 2016 war das Projekt öffentlich vorgestellt worden, nun, fünfeinhalb Jahre später, wurde in Kirchberg der offizielle Grundstein für den neuen Wasserturm gelegt. Bis Ende 2023 soll das imposante Bauwerk, eine spanisch-luxemburgische Kooperation, am Boulevard Pierre Frieden stehen und fortan die Trinkwasserversorgung des Kirchberg-Viertels sicherstellen.

Das Bauvorhaben stand bislang unter keinem guten Stern. Immer wieder hatte sich der Beginn der Arbeiten verzögert, dies nicht zuletzt mangels passender Kandidaturen bei den Ausschreibungen. Hinzu kommt, dass die Kosten für das Projekt im Laufe der Zeit regelrecht explodiert sind. War man 2016 noch von einem Preis von etwa fünf Millionen Euro ausgegangen, so ist inzwischen mehr als das doppelte - nämlich 11.148.012,82 Euro - veranschlagt. Als Grund für den erheblichen Kostenanstieg hatte der Schöffenrat in einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Juli einen starken Anstieg bei den Materialkosten angeführt. Der überarbeitete Kostenvoranschlag war bei Enthaltung der Opposition gebilligt worden.

Geplant ist ein Wasserturm mit integrierten Vogelnestern – passend zu seinem Standort in einer Natura2000-Zone.
Geplant ist ein Wasserturm mit integrierten Vogelnestern – passend zu seinem Standort in einer Natura2000-Zone.
Grafik: Temperaturas Extremas Arquitectos/Simon-Christiansen & Associés

Ein Zuhause für Vögel und Fledermäuse

Bereits Anfang Oktober konnte nun mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Es ist der Anfang eines ganz speziellen Wasserturms an einem ganz speziellen Ort“, so Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) am Mittwoch. Der Standort unweit des RTL-Gebäudes am Rande des Gréngewald liegt in einem Natura2000-Gebiet, weshalb diverse Auflagen erfüllt werden müssten. Passend dazu besticht das Design des Wasserturms, das vom spanischen Architektenbüro „Temperaturas Extremas Arquitectos“ in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro „Simon-Christiansen & Associés“ aus Luxemburg stammt, durch seinen naturnahen Look mit Holz aus lokalem Anbau. 

In der Betonstruktur versteckt sich derweil eine Besonderheit. Um der naturnahen Umgebung Rechnung zu tragen, werden eigens Vogelnester und Nistplätze, etwa für den Mauersegler sowie für Fledermäuse, eingebaut. Auch ein Nistplatz für Wanderfalken ist vorgesehen.

Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern

Ausschlaggebend für die Standortwahl waren laut der für die Wasserversorgung zuständigen Schöffin Simone Beissel (DP) übrigens zwei Dinge: Zum einen handelt es sich bei dem Areal um den höchsten Punkt des Kirchberg-Plateaus. Es liege auf einer Ebene mit dem Reservoir in Senningerberg, über den das Viertel Kirchberg bislang versorgt wird. 

Die Struktur aus Beton mit einer Ummantelung aus Holzlamellen soll sich optimal in die naturnahe Umgebung einfügen.
Die Struktur aus Beton mit einer Ummantelung aus Holzlamellen soll sich optimal in die naturnahe Umgebung einfügen.
Grafik: Temperaturas Extremas Simon-Christiansen & Associés

 

Zum anderen lägen in diesem Bereich bereits Leitungen der Sebes. Der Turm wird späterhin aber nicht nur durch die Sebes, sondern auch durch die Glasbouren-Quellen gespeist.


Hauptstadt: ein naturnaher Wasserturm mit Verzögerung
Das Vorzeigeprojekt in Kirchberg wird nicht wie geplant Ende 2021 in Betrieb genommen.

Das 50 Meter hohe Bauwerk wird zwei Behälter umfassen – einen mit 600 und einen mit 400 Kubikmeter Fassungsvermögen. Die insgesamt 1.000 Kubikmeter entsprechen somit demselben Volumen wie auch der vor vier Jahren eingeweihte Wasserturm im Ban de Gasperich fasst, der mit seinen 68 Metern aber auch weiterhin das höchste Exemplar des Landes bleiben wird.

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