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Warum "Schotterhalden" im Vorgarten die Umwelt schädigen
Lokales 14.07.2020

Warum "Schotterhalden" im Vorgarten die Umwelt schädigen

Hier gibt's für Bienen und andere Bestäuberinsekten nichts zu holen.

Warum "Schotterhalden" im Vorgarten die Umwelt schädigen

Hier gibt's für Bienen und andere Bestäuberinsekten nichts zu holen.
Foto: shutterstock
Lokales 14.07.2020

Warum "Schotterhalden" im Vorgarten die Umwelt schädigen

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Das Umweltministerium will dem Trend zum Schottergarten vor allem durch ökologische Sensibilisierung entgegenwirken.

Sogenannte Steingärten liegen zurzeit im Trend: sie verursachen wenig Arbeit und sind leicht zu säubern. Über den ästhetischen Aspekt mag man noch streiten, aber Fakt ist, dass diese von Umweltschützern als Steinwüsten bezeichneten Anlagen die Biodiversität in den Städten eher schädigen als stützen. Zudem sorgen sie für eine zusätzliche Aufheizung der Innenstädte. 

In einer parlamentarischen Frage will der Abgeordnete Gusty Graas (DP) erfahren, mit welchen Mitteln man Hausbesitzer wieder dazu bringen kann, ihre Vorgärten natürlicher zu gestalten.  

Verlust an Biodiversität

In ihrer Antwort stellt Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) klar, dass solche Gärten einen negativen Impakt sowohl auf die Ökologie als auch auf die urbane Lebensqualität habe. Deshalb sollte das Gestalten dieser Gärten bereits bei der Stadtplanung berücksichtigt werden. Laut Dieschbourg sollten diese so angelegt werden, dass sie ohne größeren Aufwand gepflegt werden können, ohne dass Schottermaterial eingesetzt werden muss. 


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Beim Ausarbeiten der Teilbebauungspläne (PAP) ermutigen das Innenministerium und die zuständige cellule d'evaluation Bauträger und Gemeinden, Grünanlagen anzulegen und die Versiegelung der Böden auf ein Mindestmaß zu beschränken. Im Zuge der Gemeindeautonomie sind diese aber zuständig für die einzelnen Baureglemente und die Ausführungsbestimmungen der PAP. Diese Texte können zum Beispiel die zugelassene Maximalfläche für Schottergärten regeln.

Vor allem Sensibilisieren

Über diese Planung kann auch das Anpflanzen heimischer Arten vorgegeben werden. Dies kommt wiederum der Vogel- und Insektenwelt entgegen, die dieses Angebot nutzen können. Die soll laut Dieschbourg aber vor allem durch Sensibilisierung geschehen.  Anhand des Feedbacks könnte dann überprüft werden, welche Regeln und Vorschriften sinnvoll sind.

Laut Dieschbourg unterstützt das Umweltministerium auch die aktuelle  Sensibilisierungsaktion des Mouvement écologique. Dieses hatte unter dem Motto "Stoppt die Schottergärten" Bürger dazu aufgerufen, Fotos von besonders positiven oder aber besonders negativen Beispielen im öffentlichen Raum  einzusenden. 

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