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Wartezonen: Regierung will Pendler nicht im Regen stehen lassen
Die 60 Meter lange Überdachung der Tram-Haltestelle Luxexpo ist zwar durchaus imposant, doch der Wind bläst praktisch ungebremst über den Bahnsteig.

Wartezonen: Regierung will Pendler nicht im Regen stehen lassen

Bild: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Die 60 Meter lange Überdachung der Tram-Haltestelle Luxexpo ist zwar durchaus imposant, doch der Wind bläst praktisch ungebremst über den Bahnsteig.
Lokales 17.04.2019

Wartezonen: Regierung will Pendler nicht im Regen stehen lassen

Wenn Wind und Regen über Kirchberg peitschen, wird es ungemütlich: Die 2017 errichteten Haltestellen bieten offenbar keinen ausreichenden Witterungsschutz. Minister François Bausch kündigt jetzt Verbesserungen an.

(jt) – Wer in der Hauptstadt auf Bus, Bahn oder Tram wartet, muss sich an manchen Orten warm anziehen: Nicht alle Haltestellen eignen sich als schützender Unterstand bei schlechtem Wetter. Besonders in Kirchberg scheint es viele Pendlern zu frösteln.  


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Am Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg und an den Haltestellen der Straßenbahn seien wartende Fahrgäste nur unzureichend vor schlechtem Wetter geschützt, kritisiert der DP-Abgeordnete Max Hahn. Minister François Bausch (Déi Gréng) entgegnet nun in seiner Antwort, dass bewusst keine Wartehalle am Knotenpunkt Pfaffenthal-Kirchberg errichtet wurde. Grund seien mögliche Beschädigungen durch Vandalen und ein damit einhergehendes Unsicherheitsgefühl: "Die Haltestelle Pfaffenthal-Kirchberg und der Bahnsteig sind a priori Durchgangsbereiche und keine Wartezonen", erinnert Bausch. 

Es sei nun aber eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, um den oberen Bereich der Haltestelle doch mit Wartehäuschen auszustatten. Allzu kuschlig wird es dort allerdings nicht werden: Eine Beheizung ist nämlich nicht vorgesehen. 

Auch am Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg fühlen sich manche Pendler wie vom Winde verweht.
Auch am Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg fühlen sich manche Pendler wie vom Winde verweht.
Bild: Anouk Antony/Luxemburger Wort

Auch unter dem schmucken, aber wenig schützenden Vordach an der Tram-Haltestelle Luxexpo peitscht den Pendlern häufig der Wind um die Ohren. Die Verantwortlichen wollen auch hier Verbesserungsmaßnahmen setzen: Laut Bausch werden derzeit, ergänzend zu dem 60 Meter langen Vordach, zwei Fahrgastunterstände errichtet. Im Übrigen seien alle Tram-Wartehäuschen "gemäß den höchsten europäischen Standards" gebaut worden, so der Minister. 

Passagiere, die das Warten auf die Tram als Abhärtungstest empfinden, vertröstet Bausch auf die neuen Taktzeiten der Straßenbahn: Künftig soll die Luxemburger Tramway alle drei (statt bislang sechs) Minuten verkehren. Die Straßenbahn und der Knotenpunkt Pfaffenthal-Kirchberg mit der Standseilbahn sind seit Ende 2017 in Betrieb.


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