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Warnung des Gesundheitsministeriums: Masernepidemie im Elsass
Masern sind nicht ausgerottet - Schutz bietet nur eine Impfung.

Warnung des Gesundheitsministeriums: Masernepidemie im Elsass

Foto: GMS
Masern sind nicht ausgerottet - Schutz bietet nur eine Impfung.
Lokales 28.04.2015

Warnung des Gesundheitsministeriums: Masernepidemie im Elsass

In letzter Zeit beobachten die französischen Gesundheitsbehörden ein stark erhöhtes Auftreten von Masern im Elsass. Im Vorfeld der Ferienzeit warnt das zuständige Ministerium Reisewillige vor.

(TJ) - In letzter Zeit beobachten die französischen Gesundheitsbehörden ein stark erhöhtes Auftreten von Masern im Elsass. Im Vorfeld der Ferienzeit warnt das zuständige Ministerium Reisewillige vor.

Masernpatienten haben Fieber, entzündete Augen und ihre Nase läuft. Die Krankheit heilt im Normalfall nach rund zehn Tagen ab, in einzelnen Fällen können aber Komplikationen wie Lungenentzündungen, Mittelohr- und Hirnhautentzündungen sowie diverse sekundäre Infektionen in der Folge einer Masernerkrankung auftreten.

In schlimmeren Fällen können diese nicht abheilende Spätfolgen mit sich bringen und im Extremfall sogar tödlich enden. Bei Erwachsenen ziehen Maserninfektionen in 20 Prozent der Fälle eine Hospitalisation nach sich.

Risikopatienten ab 1970

Im Prinzip sind Personen, die vor 1970 geboren wurden, als Kinder gegen Masern geimpft worden. Diese Impfung bietet ein Leben lang Schutz gegen die Krankheit. Wer nach 1970 zur Welt kam, und nicht geimpft wurde (zwei Injektionen), sollte dies vor einem Trip ins Elsass nachholen. Dazu rät das Gesundheitsministerium am Dienstag.

Die Inkubationszeit nach einer Maserninfektion beträgt zehn Tage. Wer innerhalb von drei Wochen nach einem Elsass-Aufenthalt die krankheitstypischen Symptome bei sich bemerkt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Masern sind hochinfektiös. Eine erkrankte Person überträgt das Virus im Prinzip auf bis zu 18 weitere Menschen.



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(Archivbild vom 14.03.2015/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text.) Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn