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Wanteraktioun: weniger Nutzer als im Vorjahr
Die Wanteraktioun (kurz WAK) wird jährlich vom 1. Dezember bis zum 31. März organisiert, damit Obdachlose ein Dach über dem Kopf haben.

Wanteraktioun: weniger Nutzer als im Vorjahr

Foto: Guy Jallay
Die Wanteraktioun (kurz WAK) wird jährlich vom 1. Dezember bis zum 31. März organisiert, damit Obdachlose ein Dach über dem Kopf haben.
Lokales 18.04.2018

Wanteraktioun: weniger Nutzer als im Vorjahr

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Obdachlose vor Erfrierungen schützen, wenn es draußen kalt wird - das ist das Ziel der Wanteraktioun. Dieses Jahr kamen weniger Menschen zur Tagesstätte in Bonneweg.

Das Familienministerium zieht Bilanz der diesjährigen Wanteraktioun und stellt fest: Insgesamt nutzen weniger Menschen die angebotenen Dienste. So fanden 1 501 Bedürftige in der Tagesstätte in Bonneweg Unterschlupf. Zum Vergleich: Im Jahr davor waren es deren 1 792. Die höchste Anzahl an verteilten Essen lag bei 218 am Tag.

Eine minimale Steigerung gibt es bei den Übernachtungen in der Schlafstätte in Findel zu verzeichnen: 873 Personen schliefen dieses Jahr dort im Vergleich zu 864 im Vorjahr. Die meisten Übernachtungen wurden am 11. Februar gezählt, insgesamt 170 Personen verbrachten diese Nacht in Findel. Für weitere Gäste wäre Platz gewesen denn 200 Betten stehen dort bereit.

Besucher sind vorwiegend Männer

Rund sechs Prozent der Übernachtungsgäste waren Luxemburger, 64 Prozent Europäer und 30 Prozent Nicht-Europäer. Bei den Besuchern der Tagesstätte waren elf Prozent Luxemburger, 56 Prozent Europäer und rund 33 Prozent Nicht-Europäer. Mehr als 90 Prozent der Gäste waren Männer, unabhängig davon ob Tages- oder Nachtstätte.

Mehr als die Hälfte aller Personen war zwischen 26 und 45 Jahre alt. Ziel der Aktion, die jährlich vom 1. Dezember bis zum 31. März dauert, ist es, Obdachlose vor extremer Kälte schützen. Während der kalten Wintertage sorgen Caritas, Croix-Rouge und der gemeinnützige Verein Inter-Actions dafür, dass Obdachlose etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf haben.


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