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Wanteraktioun wegen Corona-Pandemie verlängert
Lokales 3 2 Min. 25.03.2020

Wanteraktioun wegen Corona-Pandemie verlängert

Im Foyer de nuit in Findel sollen Obdachlose im kommenden Monat auch tagsüber unterkommen.

Wanteraktioun wegen Corona-Pandemie verlängert

Im Foyer de nuit in Findel sollen Obdachlose im kommenden Monat auch tagsüber unterkommen.
Foto: Lex Kleren
Lokales 3 2 Min. 25.03.2020

Wanteraktioun wegen Corona-Pandemie verlängert

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Die sogenannte Wanteraktioun wird in diesem Jahr länger als ursprünglich geplant laufen - wenn auch etwas anders als gewohnt.

Länger als gedacht, werden Obdachlose durch die diesjährige Wanteraktioun (WAK) ein Dach über dem Kopf haben. Denn die Aktion, die üblicherweise während vier Monaten in der kalten Jahreszeit läuft, wird voraussichtlich einen Monat länger gehen – also bis Ende April. Bisher können Menschen ohne festen Wohnsitz tagsüber in dem sogenannten Foyer de jour im hauptstädtischen Viertel Bonneweg zu Mittag essen, am Abend stehen ihnen dann die Türen des Foyer de nuit in Findel offen.

“Derzeit klärt das Ministerium, wie genau das ablaufen wird und wie man sich organisieren muss. Es ist geplant, dass die Obdachlosen sich den ganzen Tag in der Unterkunft in Findel aufhalten können“, erklärt Stéphanie Goerens, Pressesprecherin des Ministeriums für Familie und Integration. Menschen ohne festen Wohnsitz sollen demnach in dem Gebäude an der Rue de Neudorf in Findel nicht mehr nur die Nacht, sondern auch den Tag verbringen. Das Ziel dabei: Auch auf der  Straße lebende Menschen sollen sich wegen der Corona-Pandemie länger an einem Ort aufhalten können. 

"Das ist sicherer, als wenn die Obdachlosen auf der Straße sind. So kann schneller festgestellt werden, wenn sich jemand mit dem Virus infiziert hat. Wenn sie draußen unterwegs sind, ist das nur schwer herauszufinden", erklärt Roger Faber, Direktor der Vereinigung Inter-Actions, die für die Koordination der WAK zuständig ist. Demnach könnten Betroffene dann auch schneller Hilfe bekommen und isoliert werden. Darum kümmere sich dann das Luxemburger Rote Kreuz. Bis jetzt hätte es bei der WAK allerdings noch keinen Fall eines Infizierten gegeben.   

Das Familienministerium wird nun unter anderem prüfen müssen, wie garantiert werden kann, dass die Obdachlosen auch in ihrer Unterkunft genügend Abstand zueinander halten können. Sobald alles geklärt sei, werde die Öffentlichkeit über das weitere Prozedere informiert. 

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