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Wanteraktioun empfängt weniger Bedürftige
Lokales 05.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Wanteraktioun empfängt weniger Bedürftige

Die Betten der Wanteraktioun wurden in dieser Saison nur bedingt genutzt.

Wanteraktioun empfängt weniger Bedürftige

Die Betten der Wanteraktioun wurden in dieser Saison nur bedingt genutzt.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 05.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Wanteraktioun empfängt weniger Bedürftige

Im Vergleich zum Vorjahr haben in dieser Saison weniger Menschen die Räumlichkeiten der Wanteraktioun in Anspruch genommen - sowohl tagsüber als auch in der Nacht.

(SH) - Die kalten Temperaturen machen im Winter insbesondere jenen Personen zu schaffen, die keinen festen Wohnsitz haben. Die Wanteraktioun, organisiert vom Familienministerium in Zusammenarbeit mit Inter-Actions, Croix-Rouge und Caritas, bietet ihnen seit 2001 sowohl eine Möglichkeit im Warmen zu schlafen als auch tagsüber ein paar Stunden vor der Kälte geschützt zu sein und eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben in dieser Saison allerdings weniger Bedürftige die Hilfe in Anspruch genommen. So wurden im Foyer de Jour im Dernier Sol in Luxemburg-Bonneweg zwischen dem 1. Dezember und 31. März insgesamt 17.234 Besucher gezählt. Dies sind derer fast 2.000 weniger als noch vor einem Jahr. Insbesondere von Mitte Januar an hat die Besucherzahl im Vergleich zur vergangenen Saison abgenommen. In den vier Monaten wurden im Schnitt 15,56 Mahlzeiten pro Tag weniger ausgegeben, als im Vorjahr. Mit 188 Essen wurden derer am 8. März am meisten ausgegeben.


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Obdachlose können die Einrichtung jeden Tag aufsuchen. Die 17.234 Besuche verteilten sich demnach auf 1.316 unterschiedliche Personen. Vor Jahresfrist waren es derer 1.501.

Rund 93 Prozent der Besucher waren Männer. Über die Hälfte (55,58 Prozent) hatten zwischen 26 und 45 Jahre, knapp 18 Prozent waren jünger, die restlichen Besucher waren älter als 45 Jahre. 10 Prozent hatten die Luxemburger Staatsangehörigkeit, 45 Prozent waren EU-Bürger.

Weniger Übernachtungen

Die Übernachtungsmöglichkeiten in Findel wurden zwischen dem 23. November und dem 31. März - also in insgesamt 128 Nächten - 14.192 Mal von 773 verschiedenen Personen genutzt. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (14.892 Übernachtungen, 873 Personen).  Hinzu kommen 39 Personen, die 230 Übernachtungen im Foyer Abrisud verbracht haben.

In Findel waren 94 Prozent der Besucher männlich, im Abrisud machten die Männer fast 90 Prozent aus. Rund 54 Prozent waren zwischen zwischen 26 und 45 Jahre alt, knapp 19 Prozent waren jünger, die restlichen älter. Was die Nationalitäten angeht, so waren rund sieben Prozent Luxemburger und 48 Prozent EU-Bürger. 45 Prozent hatten eine andere Staatsangehörigkeit. Die meisten Personen - 145 - übernachteten in der Nacht zum 5. März in Findel.


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