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Waldhof: Unteroffizier weiter in ernstem Zustand
Lokales 15.02.2019

Waldhof: Unteroffizier weiter in ernstem Zustand

Im Munitionslager in Waldhof war es am Donnerstag zu einem tödlichen Unglück gekommen.

Waldhof: Unteroffizier weiter in ernstem Zustand

Im Munitionslager in Waldhof war es am Donnerstag zu einem tödlichen Unglück gekommen.
Foto: Guy Jallay
Lokales 15.02.2019

Waldhof: Unteroffizier weiter in ernstem Zustand

Zwei Tote, zwei Schwerverletzte - so die Bilanz des Unglücks in Waldhof am Donnerstag. Verteidigungsminister François Bausch informierte am Freitag den parlamentarischen Ausschuss für Verteidigung über den Vorfall.

(m.r./bep) - Nach dem tragischen Unglück in Waldhof am Donnerstag bleibt der Gesundheitszustand eines verletzten Unteroffiziers weiterhin ernst. Dies sagte Verteidigungsminister François Bausch am Freitag gegenüber RTL, nachdem er den parlamentarischen Ausschuss für Verteidigung über den Vorfall informiert hatte. Der Mann musste am Donnerstag notoperiert werden, sein Gesundheitszustand habe sich aber verbessert. "Die nächsten 48 Stunden werden allerdings entscheidend sein", betonte der Minister. 


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Am Donnerstagmorgen war eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Militärgelände in Waldhof explodiert. Das 48 Kilo schwere Geschoss sollte für einen Transport nach Belgien vorbereitet werden. Geplant war, sie dort zu sprengen. 

Zwei Mitglieder des Service de déminage der Armee starben, zwei weitere Unteroffiziere, die zufällig in der Nähe waren, wurden verletzt. Der zweite verletzte Militärangehörige erhole sich Bausch zufolge entsprechend gut von seinen Blessuren. Er könne wahrscheinlich nach relativ kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen werden. 


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„Warum die Granate explodierte, ob es sich also um einen Unfall handelt, kann derzeit nicht beantwortet werden. Diese Antworten erhalten wir erst, wenn die Justiz ihre Ermittlungen abgeschlossen hat“, ließ die Präsidentin der Kommission, Stéphanie Empain (Déi Gréng), nach der Sitzung wissen. 

Damit der Kampfmittelräumdienst weiter arbeiten kann, erhält die luxemburgische Armee Unterstützung von ihren belgischen Kollegen, so Empain weiter. Neben dem Minister Bausch klärten der beigeordnete Staatsanwalt Georges Oswald und Generalstabschef Alain Duschène die Abgeordneten die Parlamentarier zu dem Unfall auf. 

Verteidigungsminister Bausch und Generalstabschef Alain Duschène informierten am Freitag auch Großherzog Henri über das Unglück. Gemeinsam mit dem großherzoglichen Ehepaar besuchten François Bausch und Alain Duschène am späten Nachmittag einen der Verletzten im Krankenhaus.

Zeremonie geplant 

Auch der Ministerrat befasste sich am Freitag mit dem Zwischenfall in Waldhof. Zu Beginn der Sitzung wurde eine Gedenkminute abgehalten. In den kommenden Tagen soll eine Abschiedszeremonie auf dem Gelände des Centre militaire in Diekirch stattfinden. Ein Datum ist noch nicht bekannt. Die Verstorbenen sollen zu einem späteren Zeitpunkt mit militärischen Ehren in ihren Wohngemeinden beigesetzt werden.



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Waldhaff , Militärlager Armee  , Explosion Munition , 2 Tote , 2 Verletzte , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort