Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Waldhof-Explosion: 50.000 Euro für Hinterbliebene gespendet
Lokales 18.02.2019

Waldhof-Explosion: 50.000 Euro für Hinterbliebene gespendet

Bei der Explosion im Munitionsdepot Waldhof starben zwei Menschen. Zwei weitere Armeeangehörige wurden teils schwer verletzt.

Waldhof-Explosion: 50.000 Euro für Hinterbliebene gespendet

Bei der Explosion im Munitionsdepot Waldhof starben zwei Menschen. Zwei weitere Armeeangehörige wurden teils schwer verletzt.
Foto: Guy Jallay
Lokales 18.02.2019

Waldhof-Explosion: 50.000 Euro für Hinterbliebene gespendet

Ein Zeichen der Solidarität: Mitglieder der Armee-Gewerkschaft SPAL haben nach der Tragödie in Waldhof einen Spendenaufruf für die Familien der Opfer gestartet. Innerhalb weniger Tage kamen bereits 50.000 Euro zusammen.

(jt) – Die tragische Explosion am vergangenen Donnerstag in einem Armeedepot in Waldhof mit zwei Toten und zwei teils Schwerverletzten hat in Luxemburg eine Welle der Solidarität ausgelöst. Über eine Facebook-Aktion konnten innerhalb weniger Tage rund 50.000 Euro an Spenden für die Familien der verstorbenen und verletzten Soldaten gesammelt werden. Mehr als 1.200 Menschen haben sich bislang an der Spendenaktion beteiligt. Als Spendenziel wurden 100.000 Euro angegeben.


Lokales- reportage iwert den déminage vun der Arméi - SEDAL- Service de Déminage de l’Armée Luxembourgeoise, Waffe, Minenräumung, Armée, soldat,  foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Was in Waldhof passiert sein könnte
Zwei Sprengstoffexperten sterben bei einem scheinbaren Routinevorgang im Armeedepot Waldhof. Warum beim Entsorgen von Weltkriegsmunition immer ein Restrisiko bleibt.

Die Spendengelder werden vom Hilfsfonds der Armeegewerkschaft SPAL (Syndicat Professionnel de l'Armée luxembourgeoise) verwaltet. Zweck dieses Fonds de secours ist es, Familien von verstorbenen Mitgliedern der Gewerkschaft – und insbesondere ihren minderjährigen Kindern – eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. "Mit der Spendenaktion auf Facebook geben wir den Witwen und Kindern der Soldaten eine zusätzliche Hilfe mit auf den Weg", sagt SPAL-Präsident Christian Schleck auf Nachfrage des "Luxemburger Wort". Die 1953 gegründete SPAL zählt rund 700 Mitglieder. Ihr gehören aktive und pensionierte Unteroffiziere, Korporäle und Soldats volontaires an.

Auch die Regierung hatte den Familien der Opfer die bestmögliche Hilfe zugesichert. Auf dem Gelände des Centre militaire in Diekirch soll diese Woche eine Trauerfeier für die zwei Unteroffiziere, die im Alter von 40 beziehungsweise 48 Jahren ihr Leben lassen mussten, stattfinden. Anschließend sollen die Soldaten mit militärischen Ehren in ihren Wohngemeinden beigesetzt werden. An der Kaserne in Diekirch soll künftig eine Gedenktafel an die zwei bei der Explosion getöteten Mitarbeiter des Service de déminage erinnern. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

"Diese Nachricht tut extrem weh"
Nach der Explosion in einem Armee-Depot in Waldhof mit zwei Toten drücken Großherzog Henri und die Regierung den Angehörigen ihr Beileid aus. Auch frühere Arbeitskollegen reagieren auf den tragischen Vorfall.
Waldhaff , Militärlager Armee  , Explosion Munition , 2 Tote , 2 Verletzte , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort