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Sechser-Bündnis setzt sich in Lenningen durch
Lokales 18.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Wahl gewonnen - und doch verloren

Sechser-Bündnis setzt sich in Lenningen durch

Keiner der drei Bestgewählten hat einen Sitz im Schöffenrat von Lenningen bekommen.
Wahl gewonnen - und doch verloren

Sechser-Bündnis setzt sich in Lenningen durch

Keiner der drei Bestgewählten hat einen Sitz im Schöffenrat von Lenningen bekommen.
Foto: Guy Seyler
Lokales 18.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Wahl gewonnen - und doch verloren

Sechser-Bündnis setzt sich in Lenningen durch

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Obwohl er bei der Wahl nur auf den fünften Platz gekommen war, bleibt Arnold Rippinger Bürgermeister von Lenningen. Die drei Bestgewählten gehen leer aus.

(vb) - Arnold Rippinger sieht seinem sechsten Mandat als Bürgermeister von Lenningen entgegen. Ihm zur Seite stehen als Erster Schöffe Joël Wagner und als Zweiter Schöffe Marc Thill. Der 68 Jahre alte Rippinger war bei den Wahlen auf den fünften Platz gekommen.

Damit kommt es in Lenningen zu der ungewöhnlichen Situation, dass keiner der drei Bestgewählten einen Sitz im Schöffenrat erhält. Bürgermeister Rippinger verweist auf seine Mehrheit aus sechs Gemeinderatsmitgliedern, die hinter ihm stünden. Die Wahl Rippingers fand ohne Gegenkandidaten statt, weil der Erstgewählte Daniel Hoffmann den Bürgermeisterposten nicht rechtzeitig beansprucht hatte. Bei der Wahl der beiden Schöffen setzte sich ebenfalls Rippingers Lager gegen die drei Bestgewählten durch. Auf Nachfrage vom „Luxemburger Wort“ beklagt Rippinger „wiederholte Attacken“ des Gegenlagers in den vergangenen Jahren. „Sie haben versucht, einen Keil zwischen mich und die Schöffen zu treiben. Ihr Wahlprogramm war außerdem nicht konkret genug und kaum auf Lenningen ausgerichtet“, meint der neue und alte Bürgermeister. Er zeigt sich offen dafür, junge Nachwuchspolitiker aufzubauen und seine Nachfolge vorzubereiten – „aber auf der Basis von Vertrauen“, bekräftigt Rippinger.

Der Wahlsieger Daniel Hoffmann sieht sich nun auf die Oppositionsbank gedrängt. Er hätte sich gerne selbst als Bürgermeister zur Wahl gestellt und dann Arnold Rippinger als Ersten Schöffen vorgeschlagen, sagt er. Doch es kam anders: „Herr Rippinger hat die Wahl im Eiltempo durchgezogen. Wir sind überrumpelt worden.“ In aller Hektik habe er sich nicht früh genug gemeldet – „mein Fehler“, gibt Hoffmann zu. Er gesteht allerdings ein, dass er bei der Konstellation drei gegen sechs kaum eine Chance gehabt hätte.

Für die Arbeit im Gemeinderat verspricht Hoffmann eine „konstruktive Oppositionspolitik“.


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