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Vormundschaftsrichter vor Gericht
Lokales 09.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Suspendierung

Vormundschaftsrichter vor Gericht

Nach Suspendierung

Vormundschaftsrichter vor Gericht

Foto: Guy Jallay
Lokales 09.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Suspendierung

Vormundschaftsrichter vor Gericht

Michel THIEL
Michel THIEL
Der im November 2015 suspendierte Richter aus dem Bezirk Luxemburg muss sich am Freitagnachmittag im Rahmen einer Disziplinarprozedur unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Ratskammer des Berufungsgerichts stellen.

(mth) - Der Fall des im November 2015 suspendierten Vormundschaftsrichter im Bezirk Luxemburg beschäftigte am Freitagnachmittag die Ratskammer des Berufungsgerichtshofs. Die Sitzung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Gegen den Richter läuft eine Disziplinarprozedur wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch („prise illégale d'intérêts“) gemäß Artikel 245 des Strafgesetzes. Er soll eine unzulässige persönliche Beziehung zu einer Person unterhalten haben, über deren Schicksal er gleichzeitig als Vormundschaftsrichter zu befinden hatte.

Im Rahmen der Affäre waren am 20. Oktober 2015 die Privatwohnung und das Büro des Richters am Bezirksgericht Luxemburg durchsucht worden. Gleichzeitig wurde er von seinem Amt suspendiert und ersetzt.

Die Staatsanwaltschaft lehnt es prinzipiell ab, sich zu laufenden Verfahren zu äußern, und unterstreicht lediglich, dass das Ermittlungsgeheimnis sowie die Unschuldsvermutung gelten.

Neben disziplinarrechtlichen Sanktionen drohen dem Magistraten zumindest theoretisch auch strafrechtliche Konsequenzen. Für Amtsmissbrauch sind Geldstrafen zwischen 500 und 125 000 Euro sowie Haftstrafen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren vorgesehen.


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5.02.2014 luxembourg, ville, tribunal, affaire Bommeleeer, Bommeleeer, Zeugen, Gericht,  photo Anouk Antony