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Vorbereitung auf zweite Welle: Santé schreibt Freiwillige an
Lokales 08.07.2020

Vorbereitung auf zweite Welle: Santé schreibt Freiwillige an

In den Centres de soins avancés (CSA), wie hier in der Rockhal in Esch/Alzette, waren viele Freiwillige im Einsatz.

Vorbereitung auf zweite Welle: Santé schreibt Freiwillige an

In den Centres de soins avancés (CSA), wie hier in der Rockhal in Esch/Alzette, waren viele Freiwillige im Einsatz.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 08.07.2020

Vorbereitung auf zweite Welle: Santé schreibt Freiwillige an

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
Um im Falle einer zweiten Welle an Corona-Infektionen gewappnet zu sein, hat das Gesundheitsministerium Freiwillige angeschrieben.

Im März und April wurde das Gesundheitssystem in Luxemburg einmal auf links gedreht. Der reguläre Krankenhausbetrieb wurde ein- und auf die Coronapandemie umgestellt. Schnell wurden sogenannte Centre de Soins Avancés (CSA) eingerichtet - Behelfskrankenhäuser, die eine befürchtete Welle an Infizierten stemmen sollten.

Dort waren auch zahlreiche Freiwillige im Einsatz, um das medizinische Personal zu unterstützen. In ihren Reihen befanden sich sowohl pensioniertes Personal aus Gesundheitsberufen als auch Freiwillige mit Erfahrung in diesem Bereich.


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Und eben diese Freiwilligen hat das Gesundheitsministerium nun erneut angeschrieben, wie eine Sprecherin der Santé auf Nachfrage hin bestätigte. In dem Schreiben werden die Personen gefragt, ob sie erneut bereit wären - im Falle einer zweiten Welle an Infektionen - ihre Hilfe anzubieten

Das vorläufige Resultat dieser Anfrage sei, laut Gesundheitsministerin Paulette Lenert, sehr positiv gewesen. „Nahezu jeder wäre bereit, noch einmal auszuhelfen“, so die Ministerin am Mittwoch in ihrer Rede in der Chamber.

In der sogenannten „Réserve nationale“ standen der Santé rund 1.700 Personen zur Verfügung. Während der Krise leisteten sie insgesamt rund 9.000 Arbeitstage ab. 

Gesundheitssystem ist vorbereitet 

In ihren Ausführungen vor der Abgeordnetenkammer ging die Gesundheitsministerin auch auf die Entwicklung der Infektionszahlen ein. Das Gesundheitssystem sei auf höhere Fallzahlen vorbereitet. Ein Vorgehen wie bei der Infektionslage im März wolle man jedoch vermeiden und deshalb habe man mit dem Gesundheitssektor einen Stufenplan ausgearbeitet, so die Ministerin weiter. 

Auf die Frage, ob bereits angedacht sei, eines der vier CSA zu reanimieren, wollte die Santé keine verbindliche Antwort geben. In ihren Ausführungen in der Chamber am gestrigen Nachmittag wollte Gesundheitsministerin Paulette Lenert eine Reaktivierung der CSA indes nicht ausschließen. „Die Centres de Soins sind abgebaut worden, aber sie sind bereit, sofort wieder aufgebaut zu werden“, so die Ministerin. 

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