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Von alten Baustellen und neuen Strategien
Ab dem 27. Juli wird die Tram längs des Glacis-Feldes bis zur Stäreplaz fahren.

Von alten Baustellen und neuen Strategien

Foto: Chris Karaba
Ab dem 27. Juli wird die Tram längs des Glacis-Feldes bis zur Stäreplaz fahren.
Lokales 2 Min. 18.07.2018

Von alten Baustellen und neuen Strategien

Am Mittwoch informierte der hauptstädtische Schöffenrat über den Stand der Bauarbeiten in der Stadt Luxemburg. Ende Juli werden die drei neuen Tram-Stationen eingeweiht. Die Straßenbahn fährt dann erstmals während der Schobermesse. Außerdem wird nach einer Strategie für das Konzept der Smart City gesucht.

(jd) - Laut Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) schreiten die Arbeiten in der Rue Aldringen fristgerecht voran. Der neue Belag werde Ende kommender Woche fertiggestellt sein. In knapp zwei Monaten, am 27. September, solle dann der Parking des Royal-Hamilius eröffnet werden. 

Zuvor, am 27. Juli, werden aber noch die drei neuen Tramstationen - Theater, Faïencerie und Stäreplaz - eingeweiht. Die Straßenbahn fährt demnach auch zum ersten Mal während der Schobermesse, die am 23. August beginnt. Bis zur Errichtung der Großveranstaltung am 14. August soll die Tram auf dem Glacis in beide Richtungen verkehren. Danach, bis zum Ende der Fouer, fährt sie dort allerdings dann noch auf einem Gleis. Vom 27. Juli bis zum 16. September, Tag der Inbetriebnahme des Pôle d'échange Stäreplaz, darf die Tram auf der gesamten Trasse kostenlos genutzt werden.

Im Hinblick auf die weiteren Baustellen in der Stadt Luxemburg teilte die Bürgermeisterin mit, dass die Rout Bréck vom kommenden Samstagabend bis Montagmorgen aufgrund von Straßenbelagserneuerungen am Boulevard Robert Schuman und der Avenue J.F. Kennedy gesperrt sei. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke aber weiterhin passieren.

Strategie für Smart City

Das Konzept der Smart City hat schon seit Längerem in den globalisierten Welthauptstädten Einzug gefunden. Auch in Luxemburg-Stadt ist die Idee mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Projekten schon präsent. So sprächen insbesondere der Ausbau der hauptstädtischen IT-Infrastruktur sowie die Einführung der Augmented Reality-Applikation bereits für eine gelungene Anpassung an den technologischen Fortschritt, sagte der Erste Schöffe Serge Wilmes (CSV). Alle Bereiche, die unter das Konzept der intelligenten Stadt fallen, sind auf der Webseite der Stadt Luxemburg einsehbar.

Problematisch an dem Konzept sei lediglich die breite Auslegung des Begriffes. Deshalb müsse in dem Zusammenhang eine genauere Strategie her, an der es zurzeit noch mangele, so Wilmes. Zum einen ließe sich dadurch das luxemburgische Modell der Smart City näher bestimmen. Zum anderen könnten auf der Grundlage einer neuen Strategie die intelligenten Dienste besser auf die Bedürfnisse der Hauptstadtbewohner angepasst werden. Um dem Rechnung zu tragen, werde man bis zum Herbst diesen Jahres eine Bestandsaufnahme aller Komponenten der Smart City machen.

Die Frage, was das Konzept für die Stadt Luxemburg genau bedeute, könne indes nur in einem partizipativen Prozess mit den Unternehmen und den Bürgern beantwortet werden. Unter anderem inspiriere man sich dabei am Beispiel der Stadt Wien, die der Schöffe als Vorreiter des smarten Modells nannte. Die öffentlichen Bereiche zu verbessern und die allgemeine Lebensqualität so hoch wie möglich zu halten, seien letztlich die Ziele einer modernen Hauptstadt, betonte Serge Wilmes abschließend.


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