Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Vom Postschalter zum Wohngebäude
Lokales 12.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Vom Postschalter zum Wohngebäude

Insgesamt sechs Postgebäude werden, so wie dieses hier in Kayl, vom Fonds du logement übernommen.

Vom Postschalter zum Wohngebäude

Insgesamt sechs Postgebäude werden, so wie dieses hier in Kayl, vom Fonds du logement übernommen.
Lex Kleren
Lokales 12.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Vom Postschalter zum Wohngebäude

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die ehemaligen Postgebäude sollen vorrangig in bezahlbaren Wohnraum umgewandelt werden. Doch nicht überall ist dies möglich.

Mit dem Abschaffen einer ganzer Reihe von Postfilialen wird zunehmend dringend benötigter Wohnraum in meist zentralen Lagen frei. Allerdings werden nicht sämtliche Gebäude vom Fonds du Logement übernommen und anschließend als Wohnraum zur Verfügung gestellt.

Der Abgeordnete David Wagner (Déi Lénk) interessiert sich in einer parlamentarischen Frage über die Gründe dieses Vorgehens. Immerhin habe der Wirtschaftsminister erklärt, dass diese Gebäude zuerst den betroffenen Gemeinden zum Kauf angeboten werden. Lehnen diese ab, so kommen staatliche Träger wie der Fonds du Logement ins Spiel. Zeigen auch diese kein Interesse, werden die Immobilien schließlich versteigert.

Wagner bezieht sich auf Aussagen des Postdirektors. Dieser meinte gegenüber dem Radiosender RTL, dass eine Reihe von Gebäuden aus Mangel an Interesse von staatlichen Trägern hätten versteigert werden müssen. Laut Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) habe der Staat dem Fonds du Logement in der Tat seit 2018 den Aufkauf einzelner Postimmobilien vorgeschlagen.

Überprüfung der Immobilien

Jede einzelne Immobilie sei im Vorfeld geprüft worden, der Fonds du logement erstand in der Folge die früheren Postbüros in Remich, Ulflingen, Esch/Sauer, Useldingen und Wecker. Geplant sind dort bezuschusste Mietwohnungen. In Kayl wiederum geht es um Wohnungen über dem aktuellen Postbüro.

In vier Fällen fiel die Überprüfung allerdings negativ aus, weil das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum dort nicht möglich war. Dies gilt für die ehemaligen Postbüros in Perlé, Roeser, Dippach und Niederanven. Kox erinnert in diesem Zusammenhang an die primäre Aufgabe des Fonds du Logement die darin besteht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Bereitstellung von nicht bezuschussten Immobilien ist hingegen als zweitrangige Aufgabe anzusehen.

Kox unterstreicht zudem, dass zurzeit Gespräche mit der Postgesellschaft zur Übernahme weiterer Gebäulichkeiten geführt werden. Es besteht laut Kox auch kein Zweifel daran, dass sämtliche bezuschusste Wohnungen im Allgemeininteresse geschaffen wurden. Es wird deshalb auch nicht möglich sein, diese Wohnungen auf dem freien Markt zu verkaufen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema