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Vom Parken, Parks und der grünen Stadt
Lokales 4 Min. 28.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Vom Parken, Parks und der grünen Stadt

Das Parkhaus Neipperg soll moderner, sicherer und einladender werden.

Vom Parken, Parks und der grünen Stadt

Das Parkhaus Neipperg soll moderner, sicherer und einladender werden.
Grafik: Architektenbüro WW+
Lokales 4 Min. 28.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Vom Parken, Parks und der grünen Stadt

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Beim monatlichen City Breakfast der Stadt Luxemburg standen einerseits die Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten im Parking Neipperg im Fokus, andererseits wurde einmal mehr das Thema "Baum" in den Mittelpunkt gerückt.

Am Mittwoch um 18 Uhr schließt der Parking Neipperg im hauptstädtischen Bahnhofsviertel seine Türen - und das während voraussichtlich 18 Monaten.  Das Parkhaus, das 1983 in Betrieb genommen wurde, hat seine besten Tage längst hinter sich. Grau, trist und vor allem wenig einladend wirkt das Gebäude derzeit.

Dies soll sich aber nach der kompletten Renovierung, Modernisierung sowie der Anpassung an die geltenden Normen ändern, wie Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) unterstrich. Ziel sei es, dem Gebäude wieder neues Leben einzuhauchen, dieses attraktiver und vor allem sicherer zu gestalten, dies nach den Plänen des Architektenbüros WW+.  Insgesamt investiert die Stadt dafür über 21 Millionen Euro.

Während derzeit 810 Stellplätze im Parkhaus zur Verfügung stehen, reduziert sich deren Anzahl nach dem Umbau auf 677. Dies aus gutem Grund: 147 Plätze werden von 2,30 auf 2,50 Meter verbreitert. Darüber hinaus sind 20 Stellplätze für Elektroautos, 13 Frauenparkplätze und zwölf Plätze für Personen mit eingeschränkter Mobilität - welche über eine Breite von 3,50 Metern verfügen werden - vorgesehen.  Auf dem Stockwerk 00 können Radfahrer ihre Fahrräder in einem gesicherten Bereich abstellen.

Die Fassade des Parkhauses wird mit Lamellen aus Aluminium gestaltet.
Die Fassade des Parkhauses wird mit Lamellen aus Aluminium gestaltet.
Grafik: Architektenbüro WW+

Suche nach Stellplätzen wird erleichtert

Mit einem neuen Leitsystem wird den Autofahrern die Suche nach einem freien Stellplatz erleichtert. Dabei werden sie auf den einzelnen Etagen anhand von Hinweisschildern darauf aufmerksam gemacht, wie viele freie Plätze sich auf dieser Ebene befinden. Über den Stellplätzen werden sie schließlich einer grünen beziehungsweise roten Leuchte darauf hingewiesen, ob diese frei oder besetzt sind.  Während dieses System in anderen Städten, wie etwa in Trier, bereits länger in Betrieb ist, wird der Parking Neipperg das erste Parkhaus der Stadt sein, das damit ausgestattet wird.

Im Zuge der Arbeiten wird die Betonfassade komplett saniert. Ein moderneres Aussehen als bisher erhält das Gebäude schließlich eine Lamellenfassade aus Aluminium.

Darüber hinaus wird im Erdgeschoss eine Brasserie mit insgesamt 49 Sitzplätzen entstehen. Bei der Einrichtung dieser Gaststätte sollen vor allem natürliche Materialien verwendet werden. Das benötigte Wasser wird mittels der auf dem Dach installierten Fotovoltaikanlage geheizt.

Auch in puncto Zugänge wird es einige Änderungen geben. So werden die bestehenden Eingänge für Fußgänger an der Rue du Fort Neipperg den aktuellen Normen angepasst. Ein dritter Zugang entsteht an der Rue du Chemin de Fer, um die Anbindung an das Viertel Bonneweg zu verbessern.

"Wir sind eine grüne Stadt"

Während Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) den Umbau des Parkhauses Neipperg in wenigen Sätzen resümierte, sprachen sie und Schöffe Serge Wilmes (CSV) ausgiebig vom Baum- und Waldbestand der Stadt Luxemburg, dies vor allem in Bezug auf die jüngsten Diskussionen um jene Bäume, die aufgrund des Tramausbaus in der Avenue de la Liberté gefällt werden müssen.

"Wir sind eine grüne Stadt", betonte Lydie Polfer zu Beginn und gab diesbezüglich zu verstehen, dass Luxemburg-Stadt zu 50 Prozent aus Grünflächen - wovon 20 Prozent Wälder sind - besteht. "Der Stadt Luxemburg liegen die Bäume am Herzen", war unterdessen von Serge Wilmes zu hören. Dieser sprach denn auch den Baumkataster der Stadt an, der seit den 1990er Jahren regelmäßig aktualisiert werde. Dadurch kenne man den genauen Zustand der einzelnen Bäume. So seien etwa 11.000 Bäume in einem sehr guten Zustand, während lediglich 15 unter genauer Beobachtung stünden und womöglich gefällt werden müssten.

Gleichzeitig beschäftige man sich auch mit der Verjüngung des Baumbestandes. So wolle man etwa in den kommenden zehn bis 15 Jahren eine Verfügung des Bestandes im Stadtpark durchführen, dabei aber gleichzeitig dem einstigen Konzept des Parkgestalters Edouard André Rechnung tragen.

Termine zum Vormerken

Am 1. April startet die Vide grenier-Saison. Von 10 bis 17 Uhr können Interessierte auf dem Knuedler ihre Waren, die sie nicht mehr benötigen, verkaufen. Besucher werden dort sicher das ein oder andere Schnäppchen finden.  Die nächsten Termine: 6. Mai (Avenue de la Gare), 3. Juni (Knuedler), 1. Juli (Avenue de la Gare), 5. August (Knuedler), 2. September (Knuedler) und 7. Oktober (Knuedler).

Die Einschreibungen hierfür werden von diesem Donnerstag an über die Internetseite der Stadt Luxemburg angenommen. Priorität genießen die Einwohner der Stadt. Zusätzliche Informationen (etwa in Bezug auf die verfügbaren Plätze) sind erhältlich via Telefon 4796-4299 und 4796-4296.

Der ING Night Marathon unter dem Motto "Roll & Run" wird in diesem Jahr am 12. Mai abgehalten. Die Einschreibungen für diese Veranstaltung sind bereits angelaufen (www.ing-night-marathon.lu).

"Rencontres sans frontières" heißt es am 17. Juni von 8 bis 20 Uhr im Sportzentrum Boy Konen in Cessingen. Bei diesem Event, das in Zusammenarbeit mit dem Comité des liaisons des associations d'étrangers (CLAE) organisiert wird, stehen der Sport und der interkulturelle Austausch im Fokus. Neben den sportlichen Aktivitäten wird an diesem Tag auch ein interkulturelles Fest für Groß und Klein abgehalten.


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