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„Villa Vauban“ - Klassische Kunst in moderner Hülle
Philippe Schmit, Dr. Des. Eva Maringer, Aloyse Achten, Lydie Polfer, Paul Helminger und Danièle Wagener bei der Schlüsselübergabe der „Villa Vauban“. (v.l.n.r.)

„Villa Vauban“ - Klassische Kunst in moderner Hülle

Anouk Antony
Philippe Schmit, Dr. Des. Eva Maringer, Aloyse Achten, Lydie Polfer, Paul Helminger und Danièle Wagener bei der Schlüsselübergabe der „Villa Vauban“. (v.l.n.r.)
Lokales 2 Min. 15.03.2012

„Villa Vauban“ - Klassische Kunst in moderner Hülle

Am 1. Mai soll die „Villa Vauban - Musée d'Art de la Ville de Luxembourg“ nach fünf Jahre dauernden Arbeiten ihre Türen für das Publikum öffnen. Dies versprach Bürgermeister Paul Helminger bei der offiziellen Schlüsselübergabe.

(mk) - Noch verunzieren Baugerüste und schweres Arbeitsgerät die Außenanlage des schneeweißen klassischen Gebäudes mit seinem modernen Anbau im Herzen der Haupstadt. Doch pünktlich zum 1. Mai soll die „Villa Vauban - Musée d'Art de la Ville de Luxembourg“ nach fünf Jahre dauernden Arbeiten ihre Türen für das Publikum öffnen. Dies versprach Bürgermeister Paul Helminger bei der offiziellen Schlüsselübergabe an diesem Montag.

Seit 1959 beherbergt die Villa Vauban klassische Kunst vom 17. bis ins 19. Jahrhundert mit unter anderem der Kollektion von Jean-Pierre Pescatore. Durch das Projekt wurde die Ausstellungsfläche verdreifacht und beträgt nunmehr 862 Quadratmeter. Die Gesamtfläche des Museums beläuft sich auf 2.045 Quadratmeter.

Der Anbau umfasst jetzt elf, die Villa sechs Ausstellungssäle. Als neue Funktionen wurden ein Atelier für Kinder, ein Auditorium sowie ein großes Foyer beigefügt. Das Budget von gut 14 Millionen Euro wurde übrigens eingehalten.

Historischer Kern mit resolut modernen Akzenten

„Der leidenschaftliche Dialog zwischen Vergangenheit und Moderne ist gelungen“, meinte Helminger zum Projekt des Büros „Diane Heirend & Philippe Schmit architectes“. Im neuen Anbau bestimmen die klare Gliederung der Materialoberflächen (gehämmerter Sichtbeton, Eichenparkett und glatte, gestrichene Wände) sowie die Einspeisung natürlichen Lichts über Deckenpaneele aus Glas das Architekturkonzept. Kleine und monumentale Ausstellungssäle lösen sich ab.

Geschlossene Räume und zur Parkanlage hin offene Fenstergalerien schaffen ein dynamisches Wechselspiel zwischen intimistischer Atmosphäre und freien Ausblicken auf den grünen Raum des Parks. Die Gebäudehülle aus Rotmessing wird dank ihrer Patina mit der Zeit farblich mit der sie umgebenden Natur verschmelzen, betonten die Architekten.

Die Übergänge zur historischen Villa, die nach den Originalplänen restauriert wurde, verlaufen durch die ineinander verschachtelten Räume relativ fließend, obwohl im „alten“ Teil verspielte Stuckdecken und satte Farben sich von den eher kargen Sälen des Neubaus abheben. Auch die Wallmauer des Vauban-Forts von 1739, das der herrschaftlichen Villa von 1873 ihren Namen gab, wurde integriert. Eine Skulpturengalerie und die Gartenanlage nach französischen Vorbildern vervollständigen das Gesamtkonzept.

Zusammenarbeit mit internationalen Museen

Die Einweihungsausstellung „The Golden Age Reloaded“ vom 2. Mai bis zum 31. Oktober zeigt in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam niederländische Meisterwerke aus dem 17. Jahrhundert. Sie verdeutliche laut der Direktorin des Museums, Danièle Wagener, auch das zukünftige Ausstellungskonzept der Villa Vauban: wechselnde Schauen mit thematischen Schwerpunkten, die dem Kunstliebhaber jeweils eine Auswahl der Werke der Villa Vauban in einem neuen Zusammenhang präsentieren.