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Über 3.500 Menschen bei der vierten "Marche blanche" dabei
Lokales 19 29.10.2021 Aus unserem online-Archiv
Friedlicher Protest ohne Maske

Über 3.500 Menschen bei der vierten "Marche blanche" dabei

Der Protestzug startete vor der Philharmonie im Viertel Kirchberg und steuerte anschließend die Innenstadt an.
Friedlicher Protest ohne Maske

Über 3.500 Menschen bei der vierten "Marche blanche" dabei

Der Protestzug startete vor der Philharmonie im Viertel Kirchberg und steuerte anschließend die Innenstadt an.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 19 29.10.2021 Aus unserem online-Archiv
Friedlicher Protest ohne Maske

Über 3.500 Menschen bei der vierten "Marche blanche" dabei

Am Freitag fand erneut eine "Marche blanche" statt. Offiziell ging es beim Protest weder gegen die Impfung noch gegen die Maskenpflicht.

(j-ps/jwi) - Ungeimpfte und Maskenkritiker gingen wieder auf die Straße: Am Freitagabend fand in Luxemburg-Stadt die vierte Ausgabe der „Marche blanche“ statt. Der Protestzug startete vor der Philharmonie im Viertel Kirchberg und steuerte anschließend die Innenstadt an, um vor der Gemeinde Kerzen nieder zu legen. Laut Polizei nahmen knapp über 3.500 Menschen an der friedlichen Demo teil.

Der Name „Marche blanche“ ist offenbar in Anlehnung an eine belgische Protestbewegung gewählt worden, die kurz nach Bekanntwerden der Verbrechen von Marc Dutroux zum Kampf gegen Pädophilie aufrief. „Niemand soll auch nur einen Finger an unsere Kinder legen“, so steht es im Aufruf zur Teilnahme an der vierten luxemburgischen Ausgabe der „Marche blanche“. Kritiker werfen den Veranstaltern der „weißen“ Demo eine Verunglimpfung des Gedenkens an die vielen Opfer des Kindermörders Dutroux vor.


Lok , Marche Blanche Impfgegner , Krautmarkt bei Chamber ,Dr Benoît Ochs Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Noch immer bleibt indes unklar, wofür genau sich die Demonstranten einsetzen. Offiziell geht es weder um die Impfung noch um die Maskenpflicht. Man arbeite auf eine geeinte Gesellschaft hin, heißt es auf dem Flugblatt. Ferner heißt es, dass die Teilnehmer ihre Differenzen beiseitelegen und sich solidarisch zeigen sollten. Die Entscheidungsfreiheit sei ein fundamentales und unveräußerliches Recht. 

Darüber hinaus halten sich die Organisatoren mit Informationen bedeckt. Sie riefen alle Teilnehmer dazu auf, weiterhin keine Plakate zur Demo zu bringen. Auch sollte es keine weiteren Flugblätter geben. Reden waren auch keine geplant. Nur die Nationalhymne soll am Ende gesungen werden.  

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