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Video-Impressionen aus dem Abrisshaus: Kunstinitiative "Quartier3" geht in letzte Runde
Lokales 1 29.05.2015

Video-Impressionen aus dem Abrisshaus: Kunstinitiative "Quartier3" geht in letzte Runde

Die kurzlebige Kollektivausstellung im Escher Abrisshaus „Quartier3“ ist nur noch an kommenden Wochenende geöffnet. Für die, die es nicht mehr dorthin schaffen, hat wort.lu, ein Video über das originelle Projekt gedreht.

(na) - 700 Besucher bei der Vernissage und zwischen 150 und 200 Neugierige an jedem Tag, an dem die Kollektivausstellung im Escher „Quartier3“ geöffnet war: Die Bilanz der Kunstinitiative im Escher Abrisshaus lässt sich sehen. Bevor das Haus in den kommenden Wochen abgerissen wird, hatten 33 Künstler die Zimmer des aus dem Jahre 1891 stammenden Hauses auf ihre Art neu interpretiert.

Eine letzte Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen, gibt es dieses Wochenende (am 29., 30., und 31 Mai), dann ist Schluss. Das Haus in der Rue Quartier ist an diesen drei Tagen von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

Weder Monument noch Museum

Das „Quartier3“-Projekt sei weder ein Monument noch ein Museum, erklärte dessen Initiator Théid Johanns. Damit trotzdem etwas von der Ausstellung bestehen bleibt, ist geplant, vor dem Abriss des Hauses einen kleinen Film mit einer Drohne zu realisieren. Dem hat das wort.lu vorgegriffen und ein Video über die Ausstellung gedreht.

„Das hat was vom Flair einer Großstadt“, sagt Initiator Théid Johanns, wenn er über die kurzlebige Kollektivausstellung spricht. Es gebe einen „Bedarf nach Berlin“, sprich einen Bedarf, aus den gewohnten Strukturen der Kunstszene hinauszugehen.

Deshalb bezeichnet er den Erfolg des „Quartier3“ nicht als überraschend, sondern als „logisch“. Stolz scheint Théid Johanns demnach weniger über die doch eindrucksvollen Besucherzahlen als darüber, dass die Ausstellung ganz ohne öffentliche Finanzierungsmittel ausgekommen ist, oder wie er ausdrückt, „ohne Kulturkommission“. Dies, um die eigene Unabhängigkeit von politischer Seite zu bewahren. „Wir brauchten kein Geld, sondern eine Möglichkeit“, so Johanns.


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