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Vianden: Gemeinde erneut ohne Bademeister
Lokales 04.09.2019

Vianden: Gemeinde erneut ohne Bademeister

Nach dem raschen Abschied von ihrem erst jüngst eingestellten Badefachangestellten, geht es für die Gemeinde Vianden nun kopfüber zurück ins Ungewisse.

Vianden: Gemeinde erneut ohne Bademeister

Nach dem raschen Abschied von ihrem erst jüngst eingestellten Badefachangestellten, geht es für die Gemeinde Vianden nun kopfüber zurück ins Ungewisse.
Foto:AP/Joerg Sarbach
Lokales 04.09.2019

Vianden: Gemeinde erneut ohne Bademeister

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Nur Wochen nach der Einstellung einer Fachkraft zur Gewährleistung der Aufsicht im Freibad, hat die Gemeinde Vianden diesem nun bereits wieder gekündigt.

Unerwartet schnell war er gekommen, ebenso unerwartet schnell ist er nun auch schon wieder weg: Nur Wochen nachdem die Gemeinde Vianden in Christian Meinecke scheinbar die so händeringend gesuchte Fachkraft zur Aufsicht im lokalen Freibad gefunden hatte, ist dessen unbefristeter Arbeitsvertrag mittlerweile vor Ablauf der Probezeit bereits wieder aufgelöst worden. Das bestätigte Bürgermeister Henri Majerus dieser Tage dem Wochenmagazin Télécran, ohne sich aber näher zu den Hintergründen äußern zu wollen.


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Laut Meinecke selbst habe er bis zum Saisonabschluss am 1. September noch gearbeitet, ehe er tags darauf dann „ohne Vorankündigung und ohne Begründung“ seine Kündigung erhalten habe. Auch auf Nachfrage des „Luxemburger Wort“ war am Mittwoch keine weitere Stellungnahme aus dem Rathaus zu erhalten.

Freibadschließung noch in den Köpfen

Die Gemeinde dürfte sich damit im Hinblick auf die kommende Saison also erneut auf die Suche nach einer standesgemäß ausgebildeten Badeaufsicht begeben müssen, will man nicht noch einmal ein Debakel wie Anfang Juli dieses Jahres riskieren. Damals hatte sich die Gemeinde auf Anraten der Gewerbeinspektion kurzerhand dazu gezwungen gesehen, das Freibad in Ermangelung adäquat ausgebildeten Personals ausgerechnet vor Beginn der Sommerferien zu schließen.

Das Freibad in Vianden hatte Anfang Juli in Ermangelung einer qualifizierten Badeaufsicht vorübergehend 
geschlossen werden müssen. Für das Touristenstädtchen eine hoffentlich einmalige kalte Dusche.
Das Freibad in Vianden hatte Anfang Juli in Ermangelung einer qualifizierten Badeaufsicht vorübergehend 
geschlossen werden müssen. Für das Touristenstädtchen eine hoffentlich einmalige kalte Dusche.
Foto: Guy Wolff

Der Entscheidung war Tage zuvor ein zum Glück noch glimpflich verlaufener Unfall vorausgegangen, bei dem vor Ort beinahe ein kleiner Junge ertrunken wäre. Die Wogen schienen sich alsbald aber zu glätten, nachdem mit Christian Meinecke ein Fachangestellter für Bäderbetriebe angeheuert werden konnte. Mit ihm wurde in der Folge denn auch ein Sicherheitskonzept erstellt, sodass das Freibad nach nur drei Wochen wieder öffnen konnte.

Personalsuche als Herausforderung

Im Winter sollte Meinecke in Erwartung einer längerfristigen Beschäftigung seinen Meister für Bäderbetriebe machen. Mit dessen Entlassung steht man in Vianden nun aber wieder auf Los, wobei offen scheint, wie schnell sich die Gemeinde neues qualifiziertes Aufsichtspersonal für das Freibad sichern kann. Gerade für die nur während der Sommermonate geöffneten Freibäder erweist sich dies laut Aussagen aus Fachkreisen nämlich als schwierig. In Vianden hatte es seit 1971 kein qualifiziertes Aufsichtspersonal im Freibad gegeben.


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