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Versuchter Totschlag und Körperverletzung: "Ich hätte mit Fäusten geschlagen"
Vor dieser Gaststätte in Wasserbillig war es am 5. März 2016 zur Schlägerei gekommen.

Versuchter Totschlag und Körperverletzung: "Ich hätte mit Fäusten geschlagen"

Foto: Gerry Huberty
Vor dieser Gaststätte in Wasserbillig war es am 5. März 2016 zur Schlägerei gekommen.
Lokales 26.04.2017

Versuchter Totschlag und Körperverletzung: "Ich hätte mit Fäusten geschlagen"

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Am zweiten Verhandlungstag im Prozess wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung während einer Schlägerei nach der Kavalkade im März 2016 in Wasserbillig wies der Hauptangeklagte alle Vorwürfe von sich.

(SH) - "Ich war am Reden, als ich plötzlich einen Schlag auf den Kopf bekam. Als ich wieder zu mir kam, war die Polizei vor Ort." Der Hauptangeklagte im Prozess wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung während einer Schlägerei nach der Kavalkade am 5. März vergangenen Jahres in Wasserbillig wies am zweiten Verhandlungstag alle Vorwürfe von sich.

Die Zeugen, die betont hatten, er wäre an der Schlägerei beteiligt gewesen, würden nicht die Wahrheit sagen, meinte David A. weiter. "Ich bin ein Mann und habe immer zu meinen Fehlern gestanden. Hätte ich mich geschlagen, hätte ich die Fäuste benutzt, nicht eine zerbrochene Flasche oder sonst eine Waffe." Er würde unschuldig im Gefängnis sitzen, erklärte er: "Das ist eine Situation, die schwer zu ertragen ist."

Auch erklärte er dem Richterin, er sei auf der Polizeiwache geschlagen worden. Zudem soll ein Polizist ihm gesagt haben, dass er wisse, dass der Angeklagte unschuldig sei. Eine Aussage, die der betroffene Polizist zuvor geleugnet hatte.

Blutspuren an der Kleidung des Angeklagten

Weiter meinte David A., er könne sich nicht erklären, wie sich die Opfer die Schnittverletzungen zuziehen konnten. Eine DNS-Expertin hatte unterdessen bestätigt, dass Blutspuren eines der Opfer an der Kleidung sowie an einer Maske, die vom Hauptangeklagten getragen worden waren, gefunden wurden.

Hugo F., der wegen Körperverletzung ebenfalls angeklagt ist, bestätigte, dass er an der Schlägerei beteiligt war. An genaue Details könne er sich jedoch nicht erinnern. "Wir sind alle keine Engel, aber David A. hat an diesem Abend die Schlägerei nicht provoziert", erklärte er. Der dritte Angeklagte, Joaquim D., war auch am Mittwoch nicht anwesend.

Dass es vor der Gaststätte in Wasserbillig zu einem Chaos gekommen war, hatten zuvor mehrere Zeugen bestätigt. Demnach konnten sie auch keine präzise Angaben zu den Vorfällen machen. Eine Frau bestätigte jedoch, gesehen zu haben, dass der Hauptangeklagte eine zerbrochene Flasche in der Hand hielt.

Drei Personen waren während der Schlägerei verletzt worden. Sie waren mehrere Tage arbeitsunfähig, in Lebensgefahr schwebten sie jedoch nicht.

Der Prozess wird am Donnerstag abgeschlossen.

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