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Versuchter Totschlag und Körperverletzung: 20-jährige Haftstrafe gefordert
Am 5. März 2016 war es vor einer Gaststätte in Wasserbillig zu einer Schlägerei gekommen.

Versuchter Totschlag und Körperverletzung: 20-jährige Haftstrafe gefordert

Foto: Gerry Huberty
Am 5. März 2016 war es vor einer Gaststätte in Wasserbillig zu einer Schlägerei gekommen.
Lokales 27.04.2017

Versuchter Totschlag und Körperverletzung: 20-jährige Haftstrafe gefordert

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Wegen versuchten Totschlags riskiert David A. eine 20-jährige Haftstrafe. Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, nach der Kavalkade im März 2016 in Wasserbillig zwei Männer mit einer kaputten Flasche verletzt zu haben.

(SH) - Wegen versuchten Totschlags riskiert David A. eine 20-jährige Haftstrafe. Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, nach der Kavalkade am 5. März 2016 in Wasserbillig zwei Männer mit einer kaputten Flasche am Hals, resp. am Kopf verletzt zu haben.

Für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft ist in beiden Fällen der Tatbestand des versuchten Totschlags gegeben. David A. habe eine Flasche zerbrochen, um diese als Waffe zu benutzen. "Er hat ein Objekt, das an sich keine Waffe ist, so verwandelt, dass es als Waffe benutzt werden kann", so ihre Auffassung. Die Schnittwunden, die den beiden Männern zugefügt worden waren, seien zwar nicht so tief gewesen, dass die Opfer in Lebensgefahr schwebten, man müsse jedoch bedenken, dass der Täter den Hals, resp. den Kopf anvisiert hatte. Die Vorgehensweise sei charakteristisch für eine "sehr gefährliche Person", erklärte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft weiter und wies darauf hin, dass der Angeklagte bereits mehrfach vorbestraft sei. Auch sein Verhalten während der Verhandlung - David A. reagierte mehrmals recht aufbrausend - spreche gegen ihn.

Anwälte fordern Freispruch

Hugo F., der ebenfalls an der Schlägerei beteiligt war, muss unterdessen wegen Körperverletzung mit einer sechsmonatigen Haftstrafe oder Sozialarbeit rechnen.

Die Anwälte von David A. und Hugo F. hatten zuvor einen Freispruch für ihre Mandanten gefordert. Die Aussagen der diversen Parteien würden nicht ausreichen, um den Angeklagten die Schuld zweifelsfrei zuzuweisen.

Das Urteil ergeht am 8. Juni.

Dem dritten Angeklagten, Joaquim D., wird zu einem späteren Zeitpunkt der Prozess gemacht. Er konnte der Verhandlung krankheitsbedingt nicht beiwohnen.

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