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Versuchter Goldschatz-Raub: Hinweise auf Bandenkriminalität
Lokales 1 14.01.2020

Versuchter Goldschatz-Raub: Hinweise auf Bandenkriminalität

Trier: Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilogramm schwer und rund 2600 Münzen stark. Vor 25 Jahren wurde er in Trier entdeckt.

Versuchter Goldschatz-Raub: Hinweise auf Bandenkriminalität

Trier: Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilogramm schwer und rund 2600 Münzen stark. Vor 25 Jahren wurde er in Trier entdeckt.
Foto: Thomas Frey/dpa
Lokales 1 14.01.2020

Versuchter Goldschatz-Raub: Hinweise auf Bandenkriminalität

Auf gut 18 Kilo pures Gold hatten es die Täter abgesehen. Doch ihr Raub aus dem Trierer Museum scheiterte. Drei Monate später unternehmen die Ermittler einen neuen Anlauf, die Täter doch noch zu schnappen.

(dpa/lrs) - Bei dem versuchten Raub des Trierer Goldschatzes aus dem Rheinischen Landesmuseum waren nach Einschätzung der Ermittler professionelle Täter am Werk. "Wir gehen von einem hohen Organisiertheitsgrad aus. Daher ist die Tat auch der Bandenkriminalität zugeordnet", sagte der Sprecher der Trierer Polizei, Uwe Konz, der Deutschen Presse-Agentur.


Die beiden Verdächtigen in der Tatnacht.
Trierer Goldschatz bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"
Im Oktober versuchten Einbrecher, den Trierer Goldschatz aus dem Rheinischen Landesmuseum zu stehlen - erfolglos. Von den Tätern fehlt jede Spur, jetzt soll erneut das Fernsehen bei der Suche helfen.

Dafür spreche auch, "dass wir bisher so wenig in Erfahrung bringen konnten". Gut drei Monate nach der Tat seien zwar gut 60 Hinweisen nachgegangen und fast 30 Spuren angelegt worden: "Aber die heiße Spur ist nicht dabei." Die Ermittler erhoffen sich nun neue Hinweise: Am Mittwoch wird der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" (20.15 Uhr) ausgestrahlt.

Was ist passiert?

Unbekannte waren am 8. Oktober 2019 über ein Fenster in das Museum in Trier eingebrochen. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, im Münzkabinett den Glaskubus zu öffnen. Sie flohen ohne Beute und ließen zwei Vorschlaghämmer, zwei große Schraubendreher und ein Brecheisen zurück. Ein später veröffentlichtes Video zeigt zwei mutmaßliche Täter.

Die Trierer Ermittler hätten nach dem Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe im Dresdner Residenzschloss vom 25. November frühzeitig Kontakt mit den dortigen Kollegen aufgenommen, "um Dinge abzugleichen", sagte der Polizeisprecher. Bisher deute nichts darauf hin, das auf "einen Täterzusammenhang schließen lässt".


Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.
Hintergrund: Der "Trierer Goldschatz"
Er besteht aus über 2.600 Münzen aus dem 1. und 2. Jahrhundert, ist insgesamt 18,5 Kilo schwer und kam durch reinen Zufall ans Tageslicht. Der "Trierer Goldschatz" ist ein weltweit einmaliger Fund.

Es sei eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt - für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führten. Zudem habe die Kripo ein Vertrauenstelefon eingerichtet für Zeugen, die geheim bleiben möchte, sagte Konz. Der Fall sei deshalb besonders, weil die Beute nicht nur vom reinen Goldwert her sehr wertvoll sei: "Der ideelle Wert ist gar nicht zu beziffern, weil es sich um einen einmaligen Schatz handelt."

Der Trierer Goldschatz wird wegen Reparaturarbeiten infolge des Einbruchs und neuen Sicherheitsvorkehrungen voraussichtlich erst wieder im Frühsommer 2020 zu sehen sein. Er umfasst gut 2600 Münzen aus purem Gold, ist rund 18,5 Kilogramm schwer und laut Museum der weltweit größte, heute noch vorhandene Goldschatz der römischen Kaiserzeit.


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