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Verspätungen, Ausfälle, Staus: Eine Kollision und ihre Folgen
CFL-Mitarbeiter informierten die Fahrgäste und leiteten sie zu den Ersatzbussen.

Verspätungen, Ausfälle, Staus: Eine Kollision und ihre Folgen

Foto: Laurent Blum
CFL-Mitarbeiter informierten die Fahrgäste und leiteten sie zu den Ersatzbussen.
Lokales 1 2 Min. 14.02.2017

Verspätungen, Ausfälle, Staus: Eine Kollision und ihre Folgen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Wenn auf einer vielbefahrenen Eisenbahnstrecke der Verkehr für 48 Stunden unterbrochen werden muss, bleibt dies nicht ohne Folgen. Die CFL setzt 24 Pendelbusse nach Thionville und zusätzliche Züge nach Metz ein.

(TJ/tom) - Bettemburg, Dienstagmorgen, 9.00 Uhr: Ein Personen- und ein Güterzug kollidieren in der Nähe von Bettemburg auf der vielbefahrenen Eisenbahnlinie, die Luxemburg mit Frankreich verbindet. Schnell wird klar: Der betroffene Abschnitt muß für längere Zeit gesperrt werden. Bergung und Instandsetzung der Schieneninfrastruktur brauchen Zeit - in diesem Fall für mindestens 48 Stunden.

  • Die Linie 90 ist unterbrochen. Auch alle TER-Züge nach Thionville fallen aus. Ersatzbusse verkehren zwischen Luxemburg und Thionville. Sie fahren im Bahnhof Luxemburg auf Quai 19 ab. Allerdings ist zu bezweifeln, dass sie die zahlreichen Grenzgänger im Feierabendverkehr bewältigen können, so dass die Pendler sich auf längere Wartezeiten und Verspätungen einstellen sollten.
  • Die CFL raten den Reisenden, auf "alternative Transportmittel" umzusteigen. Dies bedeutet wohl oder übel, dass die Pendler ab Mittwoch mit ihren Wagen nach Luxemburg fahren werden. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die ohnehin überlastete A31 am Mittwoch noch verstopfter sein wird, als sonst. Auch auf den Ausweichstrecken, wie z. B. über Frisingen wird sich der Verkehr stauen.
  • Auch die TGV-Verbindungen nach Straßburg und nach Paris sind betroffen. Hier wird den Kunden geraten, auf die Ersatzbusse der Eisenbahn zurückzugreifen, wohl wissend, dass dies für die Passagiere mit erheblichem Zeitverlust verbunden sein wird.
  • Ab dem späten Dienstagmorgen fahren die Züge von und nach Esch/Alzette wieder fahrplanmäßig.

24 Busse und zusätzliche Züge

Marc Hoffmann (CFL-Direktor Personenverkehr) erklärt, welche Maßnahmen die Bahngesellschaft für die Berufspendler getroffen hat:

Die Strecke zwischen  Bettemburg und Thionville wird noch mindestens bis Mittwochabend gesperrt sein. Der Verkehr innerhalb Luxemburgs, also von Bettemburg nach Düdelingen und von Bettemburg nach Esch laufe ohne Probleme, so Hoffmann. Für die Pendler in Richtung Thionville stehen ab sofort 24 Pendelbusse zur Verfügung, die vom Luxemburger Bahnhof aus abfahren.

Außerdem setzt die CFL vier zusätzliche Züge Richtung Metz ein, die ab 16:30 jede Stunde über Petingen, Rodange und Longwy fahren sollen.

Am Dienstagabend lief der Rückreiseverkehr für die Pendler nach Frankreich geordnet ab. Die CFL setzte Dutzende Ersatzbusse ein. CFL-Mitarbeiter informierten die Fahrgäste. Viele private Busgesellschaften beteiligten sich an dem Ersatzverkehr.

Fahrgemeinschaften über Twitter

Wie schon bei den vergangenen Zwischenfällen auf der Pendlerlinie können sich Betroffenen auch dieses Mal wieder über Twitter zu Fahrgemeinschaften verabreden. Unter dem Hashtag #CovoitMetzLux werden freie Plätze abgefragt und angeboten.

Straßen gesperrt

Die Straßen rund um die Unglücksstelle sind noch bis Mittwoch morgen gesperrt, um den technischen Diensten freien Zugang zu gewähren.

Lesen Sie hier die Mitteilung der Eisenbahngesellschaft:


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