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Verseuchte Wurst wurde auch in Luxemburg vertrieben
Lokales 07.10.2019

Verseuchte Wurst wurde auch in Luxemburg vertrieben

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller Wilke in Hessen die Produktion stoppen.

Verseuchte Wurst wurde auch in Luxemburg vertrieben

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller Wilke in Hessen die Produktion stoppen.
Foto: Uwe Zucchi/dpa
Lokales 07.10.2019

Verseuchte Wurst wurde auch in Luxemburg vertrieben

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Wegen zwei Todesfällen musste ein Fleischhersteller in Deutschland seine Produktion stoppen - auch in Luxemburg wurden einige dieser Produkte vertrieben. Auch möglicherweise mit Listerien verseuchtes Fleisch aus den Niederlanden wird zurückgerufen.

Zwei Menschen starben in Deutschland, nachdem sie Wurstprodukte des Herstellers Wilke aus Twistetal-Berndorf (D) gegessen hatten. Auch in Luxemburg wurden einige dieser möglicherweise durch Listerien verseuchte Produkte in Kantinen und Restaurants vertrieben, wie das Kommissariat für Qualität, Betrug und Lebensmittelsicherheit am Montagnachmittag mitteilt. 


02.10.2019, Hessen, Twistetal: Blick auf die Produktionsgebäude des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller die Produktion stoppen. Foto: Uwe Zucchi/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Verseuchte Wurst: Zwei Todesfälle in Deutschland
Ein Fleischhersteller in Hessen wurde geschlossen, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Allerdings wurden laut Kommissariat für Qualität, Betrug und Lebensmittelsicherheit in Luxemburg noch keine Produkte an den Endverbraucher ausgeliefert. Mit den betroffenen Betrieben wurde Kontakt aufgenommen, damit die Produkte sogleich aus dem Verkehr gezogen werden. Kontrollen, ob das auch tatsächlich geschehen ist, wurden durchgeführt. 

Wie es in der Pressemitteilung heißt, wurden außerdem Proben von den zurückgerufenen Produkten genommen, die aktuell im Labor analysiert werden. 

Verkauf von betroffenen Produkten aus den Niederlanden

Das Kommissariat für Qualität, Betrug und Lebensmittelsicherheit erinnert auch daran, dass einige Fleischprodukte der niederländischen Firma Offermann aus Aalsmeer zurückgerufen wurden. Eine geringe Menge dieser Produkte ist ebenfalls in drei Kantinen in Luxemburg vertrieben worden. Auch dort werden aktuell Kontrollen durchgeführt. 


Roastbeef mit Listerien verseucht
Das Rindfleisch aus dem Sortiment der Aldi-Kette ist mit gefährlichen Bakterien verseucht.

In den Supermärkten der Aldi-Kette musste in dem Zusammenhang das Produkt "Rosbif cuit 100g" der Firma Délifin aus den Regalen genommen werden. Betroffen sind sämtliche Packungen mit dem Verfallsdatum bis zum 13. Oktober 2019 eingeschlossen. 

In der Pressemitteilung wird erklärt, dass es laut aktuellen Informationen keinen Zusammenhang zwischen dem Fall in Deutschland und dem in den Niederlanden gibt. 

Alarm per Schnellwarnsystem

Über die Lebensmittelrückrufe informiert, wurden die Zuständigen bei der  Abteilung für Lebensmittelsicherheit bei der Santé laut eigener Aussage während des Wochenendes über das sogenannte Rapid Alert System for Food and Feed (Rasff). 

Dieses europäische Schnellwarnsystem schlägt bei allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union Alarm, wenn ein gesundheitsgefährdendes Produkt angeboten wurde und aus den Regalen genommen wird. 


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