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Verschmutzung der Alzette wurde nicht gemeldet
Lokales 19.09.2019

Verschmutzung der Alzette wurde nicht gemeldet

Gleich zweimal innerhalb weniger Tage wurde die Alzette verschmutzt.

Verschmutzung der Alzette wurde nicht gemeldet

Gleich zweimal innerhalb weniger Tage wurde die Alzette verschmutzt.
Pierre Matgé
Lokales 19.09.2019

Verschmutzung der Alzette wurde nicht gemeldet

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Gemeinde Bettemburg sieht Schuld für die erneute Verschmutzung des Flusses durch eine kommunale Baustelle beim Bauunternehmen.

Die erneute Verschmutzung der Alzette durch ungeklärte Abwässer sorgte am vergangenen Mittwoch für Aufregung im Roeserbann. Rund 300 Kubikmeter ungeklärter Abwässer waren am Dienstag bereits in der Nähe von Bettemburg in die Alzette gelangt und hatten den Fluss auf mehreren Kilometern Länge verschmutzt. Ursache war eine kommunale Baustelle in der Nähe der Route de Luxembourg in Bettemburg.

Der DP-Schöffe Gusty Graas, selbst engagierter Wasserschützer und als früherer Präsident des Sportfischerverbandes besonders für diese Problematik sensibilisiert, zeigt sich ungehalten, was den Ablauf der Ereignisse betrifft.


Die Alzette, hier bei Roeser, wurde zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen verschmutzt.
Erneute Verschmutzung der Alzette
In Bettemburg sind 600 Kubikmeter Abwasser in den Flusslauf gelangt.


Fehlerhafte Arbeiten

Zum Zwischenfall kam es bei Arbeiten an einem Rückhaltebecken für Regenwasser. Ein Abwasserrohr musste verlegt werden und wurde deshalb provisorisch verschlossen.“ Laut Graas sei der Fehler beim Öffnen und Neuanschließen des Kanals passiert: “Das Abwasser schoss aus dem Rohr und ergoss sich in die Alzette. Während vier Stunden liefen die Abwässer so ungeklärt in den Fluss. „Der handwerkliche Fehler ist ärgerlich genug“, so Graas. “Was mich aber noch mehr ärgert, ist der Umstand, dass das Unternehmen den Vorfall nicht meldete und die gesamte Situation sich dadurch verschlimmerte. Fehler können immer passieren, aber ein Anruf hätte genügt, um den zuständigen Gemeindetechniker ins Bild zu setzen und angemessen zu reagieren“.

Weitere Schritte folgen

Weil dies nicht passierte, wurde der Vorfall zufällig erst am nächsten Tag durch Gemeindearbeiter festgestellt, welche zwischen Liwingen und Peppingen mit Mäharbeiten beschäftigt waren. „Das Schreiben der Umweltministerin richtet sich zwar an uns, weil wir als Gemeinde Bauherr sind, die Schuld liegt aber eindeutig beim Unternehmen. Wir werden dementsprechend die nötigen Schritte einleiten“, so Graas. Laut den Experten des Wasserwirtschaftsamtes sind wegen der anhaltenden Trockenheit die Pegel der Wasserläufe extrem niedrig. Jeder noch so kleiner Eintrag von Verschmutzungen hat deshalb sofort verheerende Folgen für das Tierleben in den Gewässern.


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