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Vermüllung: Kontrollen in Naturschutzgebieten
Lokales 19.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Vermüllung: Kontrollen in Naturschutzgebieten

Wer seinen Müll nicht den Regeln enstprechend entsorgt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Vermüllung: Kontrollen in Naturschutzgebieten

Wer seinen Müll nicht den Regeln enstprechend entsorgt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Foto: John Schmit
Lokales 19.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Vermüllung: Kontrollen in Naturschutzgebieten

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Das Ausmaß der Vermüllung in Naturschutzgebieten veranlasst die Naturverwaltung zum Handeln. Wer künftig erwischt wird, muss mit einer Strafanzeige rechnen.

Nachdem in den vergangenen Wochen wiederholt erhebliche Müllmengen in Naturschutzgebieten aufgefunden wurden, hat die Naturverwaltung jetzt Kontrollen angekündigt. Wie das Umweltministerium mitteilt, würden diese Kontrollen in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt.


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Sie beziehen sich auf die Verbote und Einschränkungen, die in diesen Gebieten festgelegt sind. Dazu gehören das Verbot von offenem Feuer, das Grillen, das Entsorgen von Müll, das Abhalten unangemeldeter Partys, das Übernachten im Freien sowie die Zerstörung von Biotopen und Lebensräumen. 

Laut Umweltministerium hätten diese Aktivitäten in den letzten Wochen ein erhebliches Ausmaß angenommen. "Trotz einer Aufklärungskampagne in den sozialen Medien, welche auf die Hintergründe der einzelnen Verbote hinwies, hat sich die Lage bisher nicht gebessert. Deshalb sind Kontrollen jetzt unumgänglich", so Laurent Schley, beigeordneter Direktor der Naturverwaltung. Diese würden auch abends und nachts durchgeführt werden, zum Einsatz kommen sowohl Polizeibeamte als auch Beamte der Naturverwaltung und die zuständigen Revierförster.

Naturschutzgebiete sind einheitlich gekennzeichnet, die Piktogramme erläutern, was erlaubt ist und was nicht.
Naturschutzgebiete sind einheitlich gekennzeichnet, die Piktogramme erläutern, was erlaubt ist und was nicht.
Pierre Matgé

Das Umweltministerium beruft sich dabei auf Artikel 15 und Artikel 17 des Naturschutzgesetzes. Dort wird explizit aufgeführt, dass in sämtlichen Schutzgebieten Freizeitaktivitäten, die Lärm oder Müll produzieren oder einen anderen negativen Impakt auf die natürliche Umwelt haben, untersagt sind. 

"Derjenige, der erwischt wird, riskiert laut Gesetz eine Strafanzeige", so Schley. Dann können durchaus empfindliche Geldstrafen fällig werden. Laut Schley wolle man es aber in Bagatellfällen bei mündlichen Verwarnungen belassen.  Laut Schley verhalte sich der Großteil der Menschen in der Natur vernünftig. Aber es gebe halt immer schwarze Schafe.


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